Pützchen als Angelpunkt im Glaubensleben

Von: kkli
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Das „Ur-Pützchen” mit seinen in den 30er Jahren angebauten Oktogon ist ein Gebetsort zu jeder Jahreszeit, der von unzähligen Menschen in Not aufgesucht wird.

Wassenberg-Birgelen. Der rege Vorstand des Kapellenvereins „Birgelener Pützchen” hatte besonders im letzten Jahr viel „an der Hand”, denn es gab nicht nur eine Vielzahl von Einzel-Besuchern, sondern auch von Gruppen aus dem ganzen Kreisgebiet, die zu dieser uralten Gebetsstätte im Birgelener Wald zu jeder Jahreszeit pilgern und hier im Gebet Trost und Hilfe der Gottesmutter erbitten.

Es gab auch eine ganze Reihe von unbegreiflichen „Übergriffen” auf den Baubestand. Schließlich wurde mit Hilfe großzügiger Handwerksfirmen und Einzelpersonen für Abhilfe gesorgt. Vor allem die täglichen Kontrollen von früh morgens bis spät abends schienen zu helfen, obwohl die „Übergriffe” an sich unverständlich bleiben.

Jetzt aber hat der Kapellenverein etwas sehr positives zu vermelden. Die Gründungsmitglieder unter dem Vorsitz von Frajo Beckers sorgen sich mit manchen wirksamen Maßnahmen um den notwendigen Schutz, ohne den selbst eine solche Gebetsstätte wohl nicht mehr auskommen kann.

Mit der von Franz-Josef Breuer, dem unermüdlichen Birgelener Lokalhistoriker und Philatelisten, herausgegebenen wunderschönen Schrift „Birgelener Pützchen - früher und heute” stärkt er das Bewusstsein für den Wert und die Bedeutung einer solchen Gebetsstätte auch weit über Birgelen hinaus. Die mit vielen Farbfotos ausgestattete, sehr eindringliche Schrift enthält nicht nur „Geschichtliches”, sondern sogar Gebete und Liedtexte, wie sie heute gebetet werden.

Viele schöne Erinnerungen an riesige Jugendtreffen der Nachkriegsjahre mit dem Bischof erinnern auch daran, wie mächtig und hoffnungsvoll der Aufbruch gerade durch das Glaubensleben nach dem gerade beendeten langjährigen Krieg auch mit Räumung und Kriegshandlungen in der Heimat gewesen ist.

Franz-Josef Breuer stürzt sich in seinen Texten weitgehend auf den Tagebuchaufzeichnungen des Realschullehrers Willi Timmermanns aus den Jahren 1951/52, die bisher weniger oder gar nicht bekannt waren. Eines aber ist gewiss: Das „Pützchen” ist nicht nur eine uralte Gebetsstätte, sondern ein Angelpunkt im Glaubensleben, dem sich niemand entziehen kann.

Zur besonderen Freude seiner vielen Freunde ist auch ein Bild von Pfarrer Willi Steinrath darin abgedruckt, der im Vorjahr so plötzlich verstarb. „Unser Willi”, wie er noch heute genannt wird, hat die regelmäßigen Gebetsstunden am Pützchen belebt und selber - selbst bei jedem noch so unwirtlichen Wetter - geleitet, wie vor ihm nur wenige.

Seine regelmäßigen Gebetsstunden werden auch nach seinem Tod weitergeführt und immer wieder von vielen Menschen in Not besucht. Die rundum schöne Schrift „Birgelener Pützchen” ist im Schuhaus Breuer in Birgelen, gegenüber der Kirche, erhältlich. Sie kann auch durch das Pfarramt Birgelen, neben der Kirche, zu den Öffnungszeiten bezogen werden.
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