Erkelenz/Mönchengladbach - Prozess wegen sexueller Nötigung: Frau „total verstört”

Prozess wegen sexueller Nötigung: Frau „total verstört”

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Erkelenz/Mönchengladbach. Zum „Tag der Zeugen” wurde am Montag der zweite Verhandlungstag im Prozess am Schwurgericht in Mönchengladbach gegen einen 46-jährigen Beamten der Stadtverwaltung Erkelenz wegen einer versuchten sexuellen und in zwei Fällen einer vollendeten sexuellen Nötigung.

2001 und 2009 soll der Angeklagte die Straftaten begangen haben. Am Montag kamen die Vorfälle zur Sprache, bei denen der Angeklagte eine damalige Auszubildende 2009 am Sportplatz in Holzweiler und wenig später in seinem Auto sexuell genötigt haben soll. Die junge Frau, die auch als Nebenklägerin auftritt, schilderte im Zeugenstand das Geschehen am Nachmittag des 22. Juni erneut aus ihrer Sicht.

Ein Kollege, zwei Schwestern und eine Freundin erklärten in ihren Aussagen anschließend, die Frau sei nach dem Zwischenfall „total verstört” und „entsetzt” gewesen. Lange habe sie gezaudert, sich wegen der Ereignisse an die Polizei zu wenden. Sie befürchtete Nachteile in ihrer Ausbildung und fühlte sich in der schwächeren Position, wenn Aussage gegen Aussage stehen würde.

Erst nachdem sie sich nach ihrem Urlaub zu einer Anzeige durchgerungen hatte, kam die Angelegenheit ins Rollen und meldete sich auch die zweite, bereits 2001 Betroffene.

Im Gegensatz zur Nebenklägerin behauptet der Angeklagte einen anderen Verlauf des Tagesablaufs. Er brachte Kontrollgänge in Spielhallen ins Spiel, die er mit der jungen Frau gemacht haben will. Doch wurden seine Angaben von keinen Zeugen bestätigt. Darüber hinaus schilderte eine Zeugin, der Angeklagte habe sie in einem Telefonat gebeten, eine andere als die tatsächliche Zeitangabe für die Anwesenheit in ihrer Gaststätte zu nennen.
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