Kreis Heinsberg - Protest der Krankenhäuser auf der Halde

Protest der Krankenhäuser auf der Halde

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Kreis Heinsberg. Die fünf Krankenhäuser im Kreis Heinsberg wollen sich an ­einem bundesweiten Protest unter dem Motto „Krankenhaus-Reform – So nicht!“ beteiligen.

Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz, Katharina Kasper ViaNobis Gangelt, St.-Elisabeth-Krankenhaus Geilenkirchen, Städtisches Krankenhaus Heinsberg und Sankt-Antonius-Klinik Wegberg sind am Mittwoch, 23. September, dabei, wenn der zentrale Aktionstag der deutschen Krankenhäuser gegen die geplante Krankenhaus-Reform angesagt ist.

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – so heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Krankenhäuser – wollen um 12 Uhr bei einer „Aktiven Mittagspause“ an der Himmelstreppe auf der Millicher Halde in Hückelhoven als einem der höchsten Punkte im Kreis Heinsberg ihren Protest zum Ausdruck bringen und dabei ihre Botschaft „Krankenhausreform - So nicht!“ symbolisch mit Luftballons Richtung Berlin schweben lassen.

Mit dieser Aktion wollen sie sich solidarisch zeigen mit Tausenden Kolleginnen und Kollegen aus den Krankenhäusern in ganz Deutschland, die an diesem Tag an der zentralen Demonstrationsveranstaltung von der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Dachverband aller Kliniken im Land, in Berlin vor dem Brandenburger Tor teilnehmen werden.

„Wir wollen die Politik damit wachrütteln, denn wir brauchen eine Krankenhaus-Reform, die dort ansetzt, wo die wirklichen Probleme sind“, kritisierte Heinz-Gerd Schröders, Geschäftsführer des Heinsberger Krankenhauses, stellvertretend für alle Krankenhäuser im Kreisgebiet. Der jetzt vorliegende Entwurf leiste das nicht.

Die anhaltend schwierige Lage vieler Krankenhäuser, die hohen Belastungen des Personals, vielerorts Personalengpässe, Sanierungsstau infolge unzureichender Investitionsmittel und immer weiter steigender Behandlungsbedarf, insbesondere in den Notfallambulanzen, das seien die drängenden Probleme, die den Krankenhäusern unter den Nägeln brennen würden und zu deren Lösung die Krankenhausreform maßgeblich beitragen müsse.

Der Entwurf sehe Belastungen und Kürzungen vor, anstatt die Finanzierung des Personals in den Krankenhäusern zu sichern. Das erzeuge in den Krankenhäusern im Kreis Heinsberg sowie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Recht Unverständnis, Protest und Empörung.

„Mehr Qualität durch weniger Geld und Personal – diese Formel geht nicht auf“, unterstreichen die Geschäftsführer der Krankenhäuser im Kreis Heinsberg. Die von der Bundesregierung angestrebte „Stärkung der Pflege am Bett“ könne so unmöglich erreicht werden.

Weitere Informationen erhalten interessierte Bürger in Broschüren, die in den Krankenhäusern in Erkelenz, Gangelt, Geilenkirchen, Heinsberg und Wegberg ausliegen oder im Internet unter www.ihre-krankenhäuser.de.

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