Propst Rainer Mohren in Wassenberg feierlich verabschiedet

Von: kkli
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Propst Rainer Mohren, Gemeindereferentin Birgitta Beiten und Diakon Dieter Gerhards wirkten acht Jahre lang in der seelsorgerischen Betreuung der Gemeinschaft der Gemeinden „Heilig Geist” Wassenberg. Foto: Brehl

Wassenberg. „Alle sind zur Fahrt im Omnibus Richtung Gott eingeladen”: Das war am 30. September 2001, als der neue Propst und Pfarrer Rainer Mohren die in der auf den Tag 883 Jahre alten St. Georgs-Propstei versammelte Gemeinde bei seiner Einführung als „Gemeinschaft im Glauben” einlud.

Wahrlich keine leichte Aufgabe für den damals 33 Jahre alten Priester aus der Eifel, denn unter dem Aspekt des sich immer mehr abzeichnenden Priestermangels folgte am 26. Mai 2004 die Genehmigung des Generalvikariats zur Bildung der Gemeinschaft der Gemeinden für St. Georg, St. Lambertus Birgelen, St. Martinus Steinkirchen-Effeld und St. Mariä Himmelfahrt Ophoven.

In großer Zahl versammelten sich jetzt die Mitglieder der vier Gemeinden und Gäste zur Verabschiedung von Propst Rainer Mohren, Diakon Dieter Gerhards und Gemeindereferentin Birgitta Beiten als Pastoralteam in einem beeindruckenden Gottesdienst mit anschließendem Empfang.

Zum 1. Januar 2010 tritt die Fusion der sieben Pfarreien im Stadtgebiet Wassenberg in Kraft, zu der bereits die Pfarrgemeinderats- und Kirchenvorstandswahlen abgeschlossen werden konnten. Die Messfeier gestalteten in Konzelebration Propst Mohren, Propst i.R. Hugo Nießen und Pfarrer i.R. Willy Steinrath, die von den Diakonen Dieter Gerhards, Marian Mertens aus Ophoven und Gemeindereferentin Birgitta Beiten am Altar begleitet wurden.

Die vereinigten Kirchenchöre der vier Gemeinden unter Leitung von Heinz-Peter Küppers sangen die Missa in Es von Kraft mit festlicher Intensität, die für die Zukunft auch Gemeinschaftsleistungen erwarten lässt. Eine Vielzahl von Messdienern, die in einem hübschen kleinen Bewegungsspiel auftretenden Kindergärten von St. Georg und St. Lambertus Birgelen, Abordnungen der Schützenbruderschaften, der Feuerwehr und sogar des Musikvereins Birgelen belebten das Bild einer Vielfalt im örtlichen Glaubensleben, das noch hoffen lässt für die Zukunft.

Die evangelische Gemeinde Wassenberg, seit 1527 hier an wichtiger Stelle postiert, vertrat Pfarrer Dr. Reinmuth, der sich in bewegten Worten bedankte für die ausgezeichnete ökumenische Zusammenarbeit in diesen Jahren, die sich immer wieder bewährte in beispielhaften ökumenischen Pfingsttreffen und ökumenischen Schulgottesdiensten. Pfarrer Reinmuth sprach die Hoffnung aus, dass dieses ökumenische Fundament auch in Zukunft tragbar bleiben möge.

Die Entpflichtungsurkunde für Propst Rainer Mohren, der jetzt eine neue Aufgabe in der fusionierten Pfarre Alsdorf antritt, verlas Diakon Dieter Gerhards im Auftrage des Bischofs. Für den Pfarrgemeinderat brachte Barbara Kaiser und für den Kirchenvorstand Paul Wonschik den Dank der Gemeinschaft der Gemeinden mit den besten Wünschen für ein weiteres priesterliches Wirken zum Ausdruck. Ein aus Holz geschnitzter „St. Georg” und ein „Hirte auf dem Felde” in Gestalt eines kleinen „Mohren” - in Anspielung auf die neue schöne Krippe in St. Georg neben vielen baulichen Aufgaben in allen Pfarren - sollen den scheidenden Pfarrer auch in Zukunft an seine Jahre in Wassenberg erinnern.

In seiner Abschiedspredigt griff Propst Mohren die Grundpfeiler „Glaube - Hoffnung - Liebe” auf. „Das Fundament eines festen Glaubens ist heute wichtiger denn je, denn es ist leider immer mehr im Niedergang.” Mohren, der sich bei allen für die gute Zusammenarbeit herzlich bedankte, legte zum Schluss das Propstkreuz von St. Georg in den Schrein der „Anna Selbdritt” und sein Messgewand auf den Altartisch. Die versammelte Gemeinde dankte ihm mit rauschendem Beifall.

Im überfüllten Pfarrheim und auf dem Stiftsplatz blieben noch viele Mitglieder der Gemeinschaft der Gemeinden bei einem Umtrunk zusammen. Dabei merkte eine ältere Pfarrangehörige im vertrauten Gespräch an: „Seine Gesellenjahre im Omnibus des Glaubens hat Rainer Mohren hier mit einer guten Meisterprüfung abgeschlossen.”
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