Kreis Heinsberg/Jülich - Projekt „Grüner Hahn“: Kirchliches Umweltmanagement gestartet

Projekt „Grüner Hahn“: Kirchliches Umweltmanagement gestartet

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Kreis Heinsberg/Jülich. Mit einer Informationsveranstaltung im Jülicher Dietrich-Bonhoeffer-Haus starteten die evangelischen Kirchengemeinden Aldenhoven, Jülich, Linnich und Schwanenberg das Projekt „Grüner Hahn“.

Der Abend stand unter der Leitung von Klaus-Dieter Koß, dem Vorsitzenden des Mitweltausschusses vom Kirchenkreis Jülich. Hans Jürgen Höhner, Mitweltfachmann der Evangelischen Kirche von Westfalen, und Hanno Sparbier-Conradus, erfahrener Grüner-Hahn-Spezialist aus Köln, erläuterten Idee, Vorgehen und Abläufe, die alle Beteiligten in den kommenden Monaten eine Menge Arbeit bescheren werden.

Der „Grüne Hahn“ ist ein kirchliches Umweltmanagement, das auf einem gemeinsamen christlichen Selbstverständnis, auf dem Gedankengut zur Bewahrung der Schöpfung und auf Freiwilligkeit basiert. Ziel ist es unter anderem, dass nicht nur der gesetzlich geforderte Umweltschutz eingehalten, sondern eine kontinuierliche Verbesserung der Umweltauswirkungen in den Kirchengemeinden erreicht wird.

Umweltmanagement ist ein ­systematischer Weg, der vom Reden zum Handeln führen soll. Es geht laut Kirchenkreis um die kirchliche Glaubwürdigkeit. Um sich der Umweltauswirkungen der kirchlichen Einrichtungen bewusst zu werden, liefert das „Grüne Datenkonto“ eine systematische und methodisch einheitliche Möglichkeit der Aufzeichnung zunächst der Bestandaufnahme und später der weiteren Entwicklung. Dieses Datenkonto ist das Werkzeug, um beispielsweise Verbrauchsdaten an Strom, Wärme und Wasser festzuhalten.

„Kirchengemeinden achten meist auf die Umwelt. Dennoch wird oft unwissentlich Energie verschwendet oder unnötig Müll verursacht“, so der Kirchenkreis. Sich dessen bewusst zu werden und dagegen zu steuern, sei ein Anliegen vom „Grünen Hahn“.

Wie in den vergangenen Jahren schon in den Kirchengemeinden Düren, Gangelt, Geilenkirchen und Heinsberg, so haben sich jetzt auch in den Gemeinden Aldenhoven, Jülich, Linnich und Schwanenberg Teams zusammengefunden, die ihre jeweilige Gemeinde gründlich unter die Lupe nehmen, um den Energieverbrauch zu senken, Müll zu vermeiden und viele andere Dinge zu bewegen, damit Kirche nicht nur von Mitweltengagement redet, sondern auch vorbildlich handelt. Damit stellen sich diese Gemeinden auch nach außen hin deutlich sichtbar in die Gemeinschaft des Evangelischen Kirchenkreises Jülich, der sich die Bewahrung der Schöpfung schon seit Langem auf die Fahnen geschrieben hat.

Die Auftaktveranstaltung verschwieg nicht den Berg von Arbeit, der auf die Frauen und Männer zukommt, aber sie machte zugleich und vor allem Mut, die große und lohnenden Aufgabe anzupacken. In Klaus-Dieter Koß, Hans Jürgen Höhner und Hanno Sparbier-Conradus stehen ihnen dabei ausgewiesene Fachleute zur Seite, mit denen die Zusammenarbeit erfahrungsgemäß Freude macht, wie der Kirchenkreis erklärte.

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