Premiere für „Switch“ im Kreis Heinsberg

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Über den Abschluss des Ausbildungsvertrages freuen sich: Switch-Projektleiter Peter Gronostaj (Stadt Aachen), Moritz Köchig (Azubi) und Timo Beyel (Geschäftsführer) der mobile concepts GmbH sowie Axel Wahlen, stellvertretender Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (v. l. n. r.).

Kreis Heinsberg. Der Vertrag wurde jetzt unterzeichnet: Das erste Ausbildungsverhältnis im Kreis Heinsberg im Rahmen von „Switch – Verkürzte Berufsausbildung für Studienabbrecher“ ist perfekt. Das Ausbildungsverhältnis besteht ab nun zwischen der mobile concepts GmbH aus Übach-Palenberg und dem Auszubildenden Moritz Köchig.

Das Modellprojekt Switch geht auf eine Initiative des Fachbereichs Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen, der Industrie-und Handelskammer Aachen und anderen Partnern zurück und wird in diesem Jahr erstmalig in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG) auch in der hiesigen Region angeboten und umgesetzt.

Switch soll Studienabbrechern einen alternativen beruflichen Werdegang ermöglichen über die Chance, in nur 18 Monaten eine Ausbildung zu absolvieren: Junge Menschen, die ihr Studium in einem Mint-Fach (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik) abgebrochen haben oder Studienabbrecher, die über Kenntnisse im Bereich Hardware- und Softwaresysteme verfügen, können eine verkürzte Ausbildung zu Fachinformatikern für Anwendungsentwicklung oder Systemintegration absolvieren.

Wer ein Wirtschaftsstudium abgebrochen hat und über betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügt, kann sich für eine verkürzte Ausbildung als Industriekauffrau oder Industriekaufmann bewerben. Studienabbrecher aus technischen Bereichen wie Maschinenbau oder Elektrotechnik haben die Möglichkeit, eine auf 24 Monate verkürzte Ausbildung als Mechatroniker zu durchlaufen. Vorausgesetzt werden jeweils eine erhöhte Leistungsfähigkeit, mindestens zwei Se­mester Studium und Studienleistungen in Höhe von mindestens 20 Credit Points.

Vier statt drei Tage im Betrieb

Bisher konnte eine derart starke Verkürzung der Ausbildung nur im Einzelfall beantragt, jedoch nicht an den regulären schulischen Ausbildungsplan angepasst werden. Die Verkürzung der Ausbildung wird im Projekt Switch erstmals ­einer gesamten Ausbildungsklasse zugrunde gelegt, die an vier anstatt an drei Tagen pro Woche im Betrieb lernt. Dies kommt den Betrieben sehr entgegen und entspricht auch dem Wunsch der Auszubildenden nach mehr Praxis.

Projektleiter Peter Gronostaj bestätigt, dass „bereits ein Großteil der aktuell knapp 100 teilnehmenden Ausbildungsbetriebe aus der Region Aachen positive Erfahrungen mit Studienabbrechern gemacht hat.“ Auch Timo Beyel, Geschäftsführer des Softwareentwicklers mobile concepts GmbH sieht in seinem neuen Auszubildenden ein hohes Potenzial und in Switch eine gute Möglichkeit, schnell qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen: „Wir sind spezialisiert in der Entwicklung und dem Betrieb großer Cloud-Webdienste und benötigen daher akut Fachkräfte. Das Switch-Programm bietet uns die Möglichkeit, zeitnah Fachkräfte auszubilden, die unseren Anforderungen entsprechen. Für Herrn Köchig ist das Switch Programm ideal, da er die im Studium erworbenen Kenntnisse sinnvoll einsetzen kann.“

Bei einem Ortstermin im Unternehmen zeigten sich die Switch-Anbieter zufrieden. Und Axel Wahlen, stellvertretender Geschäftsführer der WFG, brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass „sich auch die Ausbildungsbetriebe im Kreis Heinsberg künftig verstärkt der zusätzlichen Rekrutierungsmöglichkeiten bedienen, die dieses ausgezeichnete Programm eröffnet“.

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