Potenziale der Kinder sollen gestärkt werden

Von: disch
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Plus-Kitas, Kindertageseinrichtungen mit einem hohen Anteil von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf, werden mit 25.000 Euro im Jahr gefördert. Einrichtungen mit großem zusätzlichen Sprachförderbedarf erhalten 5000 Euro. Foto: dpa

Kreis Heinsberg. Durch die zweite Revision des Kinderbildungsgesetzes wird einerseits eine neue Form der Kindertageseinrichtung eingeführt: Sogenannte Plus-Kitas, Kindertageseinrichtung mit einem hohen Anteil von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf, werden dabei mit 25.000 Euro im Jahr gefördert.

Andererseits wird die sprachliche Bildung neu ausgerichtet. Dabei erhalten Tageseinrichtungen für Kinder mit zusätzlichem Sprachförderbedarf einen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro jährlich. Im Jugendhilfeausschuss wurden jetzt die Kitas ausgewählt.

Individuelle Förderung

Für die Plus-Kitas soll es – wie der Verwaltungsvorlage für den Ausschuss zu entnehmen war – vor allem darum gehen, bei der individuellen Förderung der Kinder deren Potenziale zu stärken, sich an den Motiv- und Problemlagen der Familien zu orientieren, auf die ­Lebenswelt und das Wohnumfeld der Kinder abgestimmte pädagogische Konzepte und Handlungsformen zu entwickeln und zur Steigerung der Nachhaltigkeit die Eltern regelmäßig in die Bildungsförderung einzubeziehen.

Mit Erlass des NRW-Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport ist dem für Übach-Palenberg, Wassenberg, Wegberg sowie Gangelt, Selfkant und Waldfeucht zuständigen Kreisjugendamt ein Betrag von 175 000 Euro zugewiesen worden. So können sieben Einrichtungen als Plus-Kita gefördert werden. Bei der Auswahl hat sich die Verwaltung des Jugendamtes an der Einkommensgruppe 1 der Elternbeitragstabelle als Verteilmaßstab orientiert.

Familien in dieser Einkommensgruppe 1 sind vom Elternbeitrag befreit, weil ihr Einkommen geringer als 15.000 Euro ist oder weil sie Empfänger von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II sind. Die sieben Kitas mit den höchsten Anteilen in dieser Beitragsstufe wurden für fünf Jahre als Plus-Kita ausgewählt: St. Dionysius Frelenberg; St. Maria Heimsuchung ­Marienberg; AWO Übach Come­niusstraße; Elternverein Meragel Frelenberg; Elternverein Beeckerwald Wegberg; Kastanienbaum Dalheim; St. Georg Wassenberg.

Bei der Sprachförderung ist nach Angaben der Verwaltung der Hintergrund, dass sprachliche Bildung von Anfang an alltagsintegriert kontinuierlich beobachtet und gefördert werden soll. Die speziell für zusätzliche Sprachförderung ausgewiesenen Mittel sind als Zuschuss für zusätzliche Personalkraftstunden einzusetzen.

Das Ministerium hat dem Kreisjugendamt zur Verteilung an Einrichtungen, bei denen der größte zusätzliche Sprachförderbedarf festgestellt wurde, einen Gesamtbetrag von 90.000 Euro zugewiesen. Unterstützt werden sollen nun diese 18 Kitas: St. Georg Wassenberg; St. Fidelis Boscheln; AWO-Kiga Boscheln; AWO-Kiga Wassenberg; Kiga Apfelbaum Wassenberg; AWO Übach Comenius­straße; St. Gertrudis Tüddern; Arche Noah Übach; Kiga Pusteblume Wegberg; St. Urbanus Birgden; Kiga Stahe; St. Dionysius Frelenberg; St. Theresia Palenberg; Kiga Rabennest Harbeck; Johanniter-Kiga Übach-Palenberg; Elternverein Beeckerwald Wegberg; St. Hubertus Süsterseel; St. Nikolaus Gangelt.

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