„Portaitfotografie” von jungem Künstler

Von: Karin Klimmeck
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Das Ehepaar Adolf und Lore Wan
Das Ehepaar Adolf und Lore Wanja, fürsorglich „umrahmt” von Heimleiterin Alexandra Mundus (r.) und Birgit Vasters, Betreuerin im Sozialen Dienst, sowie Tobias Geiser (l.) und Dipl.-Psych. Johannes Zimmer. Foto: Pütz

Wassenberg. Die Eröffnung der Ausstellung „Portraitfotografie” von Tobias Geiser im Johanniter-Stift Wassenberg hatte erwartungsgemäß eine enorme Resonanz. Zum Abschluss seines Masterstudiums an der Fachhochschule Düsseldorf für eine umfassende Tätigkeit im Kultur- und Medienbereich wählte der 23-jährige Birgelener elf Damen und Herren als Modelle, die im Stift eine neue Heimstatt und Pflege gefunden haben.

„Das alles sind Persönlichkeiten, in deren Zügen und Gesichtslinien das Leben seine Spuren unauslöschlich gezeichnet hat. Ihre Augen spiegeln vor allem ihre Erfahrungen, die ihr Leben mit sich brachte.”

„Wie wahr!”, mochte da der Besucher bereits im Eingangsbereich des Stiftes sagen, dem die im Vorjahr mit 92 Jahren verstorbene Anna Schuhmacher als Porträt entgegenblickte. Die Lebensfreude der Wassenbergerin ist in ihren Augen deutlich zu erkennen.

Eine weitere Fotoreihe zeigt das Ehepaar Adolf und Lore Wanja. Dipl.-Psych. Johannes Zimmer aus Wegberg führte als Laudator sehr einfühlsam in die Vernissage ein. „Dieses Bild rührt uns immer wieder an”, meinte eine Hausbewohnerin.

Foto als Geschenk

„Aus diesem Bild spricht die enorme Zuwendung und Vertrautheit eines zusammen alt gewordenen Ehepaares, das sich gegenseitig Stütze und Geborgenheit gibt”, meinte eine andere Betrachterin. So möchte manches Ehepaar gerne alt werden. An gemütlichen Kaffeetischen saßen Familien und Freunde in Gruppen um ein Foto. Es war beeindruckend, die große Resonanz auf diese Fotoausstellung mitzuerleben. Alle Fotografierten im Stift hatten zu Weihnachten einen Abzug ihrer Fotografie von Tobias Geiser als Geschenk erhalten.

Die Freude sei sehr groß gewesen, hieß es im Johanniter-Stift. Ob nun verwandt oder bekannt: Das spielte keine Rolle. Die Ausstellung ist ein wichtiges Stück Leben, einfühlsam erfasst und wiedergegeben von einem noch sehr jungen Fotokünstler, der das Leben mit seinen Höhe und Tiefen noch vor sich hat. Bis zum 10. Juni kann die Ausstellung im Restaurant des Johanniter-Stiftes zu den Besucherzeiten von 10 bis 17 Uhr, ? 02432/4930, noch besichtigt werden.
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