Kreis Heinsberg - Polizei hat auch im Kreis Heinsberg Salafisten im Visier

Polizei hat auch im Kreis Heinsberg Salafisten im Visier

Von: jpm
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Auch im Kreis Heinsberg wurden nach den Anschlägen in Paris die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Symbolbild: dpa

Kreis Heinsberg. Der Terror wirft seinen Schatten auch auf den Kreis Heinsberg. Was für öffentliche Wahrnehmung und Anteilnahme ohnehin gilt, gilt auch für die Sicherheitsvorkehrungen der Polizeibehörde. So wurde nach dem Anschlag von Paris und dem tödlichen Antiterror-Einsatz von Verviers auch hier die Alarmstufe erhöht.

Gewährleistet werden soll so etwa die Sicherheit von Moscheen wie denen in Übach-Palenberg und in Hückelhoven. Doch nicht zuletzt auch mit Blick auf die eigene Sicherheit gelten für die Beamten verschärfte Vorschriften. „Wir haben die Kollegen für das Thema sensibilisiert“, sagt Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken, der sich mit Angaben dazu, was das konkret bedeutet, verständlicherweise zurückhält. „Auch unsere Klientel verfolgt ja, was in den Medien berichtet wird.“ Man stehe im Austausch mit den Kollegen in den Nachbarländern, mit umliegenden Behörden diesseits der Grenze natürlich sowieso.

Wenn es um politisch motivierte Kriminalität geht, ist die Polizeibehörde in Aachen federführend; dort sitzt der für die Kreise Heinsberg und Düren sowie die Städteregion Aachen zuständige Staatsschutz. Laut dem Aachener Polizeisprecher Paul Kemen gibt es auch im Kreis Heinsberg radikalislamische Salafisten, die von seinen Kollegen ins Visier genommen worden seien. Hierbei handele es sich um „eine niedrige einstellige Anzahl“, die bislang jedoch nicht durch Straftaten aufgefallen sei – aber offenbar dennoch als potenziell gefährlich gilt.

Konkrete Hinweise auf geplante Straftaten oder gar einen Anschlag, so Kemen, gebe es aber nicht. Anders als in der Städteregion seien den Behörden im Kreis Heinsberg auch keine Rückkehrer aus den Krisenregionen im Irak und in Syrien bekannt.

Bei dem Massaker in Paris kamen Polizisten zu Tode, auch der in Verviers vereitelte Anschlag hätte laut den belgischen Behörden der Polizei gegolten. Paul Kemen spricht dementsprechend von einer „angespannten Stimmung“ unter den Kollegen. Karl-Heinz Frenken aus Heinsberg äußert sich zurückhaltender, sagt aber auch: „Die Vorfälle machen meine Kollegen und mich betroffen. Man weiß: Das alles ist nicht sehr weit weg passiert, man muss mit allem rechnen.“

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