Politische Landkarte bleibt schwarz gefärbt

Von: disch
Letzte Aktualisierung:
6279933.jpg
Musikalischer Wahlabend im Kreishaus: Der Musikverein St. Josef Horst, dem der neue CDU-Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers angehört, spielte am Sonntagabend im Sitzungsssaal auf. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Die politische Landkarte im Kreis Heinsberg war am Sonntagabend, nachdem die Stimmzettel in allen 224 Wahlbezirken ausgezählt waren und das Kreisergebnis feststand, weiter eindeutig schwarz gefärbt. Dies gilt nicht nur mit Blick auf das Gesamtresultat im Wahlkreis 89 Heinsberg, sondern in allen zehn Städten und Gemeinden lag die CDU vor der SPD. Am deutlichsten fiel die Differenz zwischen den beiden Volksparteien in den drei westlichen Gemeinden des Kreisgebietes aus.

Dabei lag Waldfeucht aus CDU-Sicht mit 65,8 Prozent an Erststimmen und 60,2 Prozent an Zweitstimmen an der Spitze. Knapper war es da schon in der Stadt Übach-Palenberg, wo die CDU (41,8  /38,9 ) nur rund drei Punkte mehr als die SPD (38,7  / 35,1) holte.

Oellers stets in Führung

Kreisweit war auf jeden Fall der Wahlsieg von Wilfried Oellers (CDU) am Sonntagabend von Beginn der Auszählung an ungefährdet. Von der ersten Schnellmeldung aus dem Wahlbezirk in ­Selfkant-Hillensberg, die gegen 18.30 Uhr im Kreishaus eintraf, bis zum letzten gegen 21.30 Uhr gemeldeten Zahlenwerk aus Hückelhoven-Hilfarth galt am Sonntagabend stets: Oellers führt.

Am Ende kam der Christdemokrat auf 53,4 Prozent der Erststimmen. Sozialdemokrat Norbert Spinrath landete bei 28,3 Prozent. Dies war trotz 4,2 Prozentpunkten Zuwachs angesichts des erklärten Wahlziels von Spinrath, das Direktmandat erobern zu wollen, eine klare Niederlage.

Auch wenn der CDU-Vorsprung vor der SPD bei den Zweitstimmen (49,3 zu 26,3 ) etwas weniger deutlich ausfiel: Der Wahlkreis 89 Heinsberg erwies sich am Sonntagabend wieder einmal als eine CDU-Hochburg.

Minuszahlen beim Vergleich zur Wahl von 2009 hatten die Liberalen (nahezu erdrutschartig mit 11,5 Prozent Verlust bei den Zweitstimmen), aber auch die Linken und die Grünen hinzunehmen, wenn auch beide in moderaterer Form. Sie landeten beide bei etwas über fünf Prozent an Zweitstimmen.

Beim weiteren Blick auf die Kandidaten und die Parteien fällt auf, dass sowohl Katharina Lenzen von der Piratenpartei (2,5 ) als auch Hermann Navel von der Alternative für Deutschland (2,3) mehr Erststimmen erreichten als Linus Stieldorf von der FDP (2,2 ).

Bei den Zweitstimmen war die FDP (4,9 ) dann doch noch etwas stärker als AfD (3,5 ) oder die Piraten (2,3 ). Die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestufte NPD kam im Kreis Heinsberg bei dieser Wahl auf 1,3 Prozent der Erststimmen und 1,1 Prozent der Zweitstimmen.

53 745 wählen nicht

Die Wahlbeteiligung war am Sonntag im Kreis wie auf Bundesebene gegenüber der Wahl vor vier Jahren wieder etwas angestiegen: von 70,2 auf 71,5 Prozent. In Zahlen ausgedrückt: 53.745 Wahlberechtigte nutzten im Kreis Heinsberg ihr Wahlrecht nicht.

Dies ist eine Zahl, die – mit Ausnahme des Wahlsiegers CDU – von keiner Partei übertroffen wurde. Zum Vergleich: Die CDU erreichte 65.417 Zweitstimmen, die SPD 34.895.

Auf dem Spitzenplatz bei der Wahlbeteiligung landete unter den zehn kreisangehörigen Kommunen die Gemeinde Waldfeucht mit einer Quote von 77,5 Prozent. Die am stärkten ausgeprägte Wahlmüdigkeit herrschte offenbar in der Stadt ­Hückelhoven: Dort wurde nur eine Beteiligung von 67,0 Prozent verzeichnet.

Aber auch ungültige Stimmen kommen – ob bewusst oder unbewusst – immer noch in beträchtlicher Zahl vor bei einer Bundestagswahl: So wurden diesmal 2205 Erststimmen und 1880 Zweitstimmen von den Wahlvorständen nicht als gültig anerkannt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert