Pitschnasses Ende der „Zeitreise”

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
erk-wasserfo
Eine lustige Wasserschlacht lieferten sich die Kinder gegen ihre Betreuer zum Abschluss der städtischen Ferienspiele auf Hohenbusch. Foto: Koenigs

Erkelenz-Hetzerath. „Ich werde von Jahr zu Jahr besser”, meinte Bürgermeister Peter Jansen nicht ohne Stolz nach getaner Arbeit. Trotzdem war er nach der Wasserschlacht, mit der die Ferienspiele der Stadt Erkelenz auf Haus Hohenbusch traditionell enden, pitschnass.

Immerhin war er schon in kurzer Hose und Polohemd zu dieser Amtshandlung gekommen. Letztendlich konnten er, Stadtjugendpfleger Markus Wilmer und die rund 25 Betreuer aber nicht allzu viel ausrichten gegen die über 100 Kinder, die ihnen mit Wasserbomben und wild entschlossen gegenüber standen.

„Für mich ist die Wasserschlacht der Höhepunkt der Ferienspiele”, betonte er. „Die würde ich mir um nichts auf der Welt entgehen lassen.” Auch eine Wespe, die ihn kurz vor Beginn des feuchtfröhlichen Spektakels in die Hand gestochen hatte, konnte seinen Tatendrang nicht stoppen.

Die Hohenbusch-Woche war der Höhepunkt der dreiwöchigen Ferienspiele, die die Stadt jedes Jahr anbieten. Die 120 Plätze für die Projektwoche zum Thema „Zeitreise” waren schnell vergeben, betont Wilmer. Auch er sieht wie der Bürgermeister die Ferienspiele an der Grenze ihrer Kapazität. „Die Resonanz ist immer sehr gut”, so Wilmer. Auch bei den Helfern. Denn eine Horde von 120 erlebnishungrigen Kindern braucht auch Betreuer. Und davon hatte Wilmer auch genug. In diesem Jahr waren es 25 junge Helfer, so dass die Riesenkinderschar doch gut zu handhaben war. „Es hat sich herumgesprochen, dass die Arbeit hier Spaß macht”, so Wilmer. Daher habe die Mundpropaganda gereicht, um zum Beispiel unter den Studenten, Abiturienten und älteren Schülern genügend Anwärter für die Betreuerjobs zu finden.

Die beiden Schüler Eva König und Daniel Rasch waren zum ersten Mal dabei. Auch sie hatten durch Freunde von dem Angebot erfahren und sich gemeldet. Als Herausforderung betrachteten beide die gemeinsame Campingnacht mit den Kindern auf der Rasenfläche hinter dem Herrenhaus. Obwohl sie es sich schlimmer vorgestellt hatten, sei die Nacht aber sehr ruhig verlaufen. „Immerhin wollte keines der Kinder frühzeitig nach Hause”, freut sich Wilmer. Für viele Kinder war es nämlich die erste Nacht im Zelt und ohne die Eltern. „In den letzten Jahren musste ich immer wieder Eltern anrufen, um ihre Kinder wieder abzuholen. Da gab es diesmal keine Probleme.”

Die „Zeitreise”, zeigte sich auch in den Workshops und Projekten, die in der Woche auf Hohenbusch angeboten wurden. Der Montag und der Dienstag gehörten der Vergangenheit. Dabei ging es auch um Ritter, Indianer und vergangene Kulturen. Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Gegenwart. Dazu besuchte die Truppe den Irrgarten in Kevelaer, „denn die Gegenwart hält immer Überraschungen bereit”, wie Wilmer erklärte. Der Donnerstag stand im Zeichen der Zukunft. Dazu wurden auch Roboter aus altem Metall und anderen Materialien gebastelt.

In diesem Jahr waren viele neue Kinder dabei, so Wilmer. Der elfjährige Nils aus Katzem zeigte sich zufrieden. „Ich war jetzt zum ersten Mal dabei, und jeder Tag war prima”, lautet sein fachmännisches Urteil. Auch seinem Freund Simon hatte es gut gefallen. Er war bei der Wasserschlacht ganz vorne dabei, als es darum ging, die Betreuer noch einmal ordentlich nass zu machen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert