Pflegebedarf: Zahlen geben Überblick

Von: mabie
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Kreis Heinsberg. Um die Pflegebedarfsplanung des Kreises Heinsberg ging es bei einer Sitzung des Kreis-Ausschusses für Gesundheit und Soziales, der diesmal in den Räumlichkeiten des Technischen Hilfswerks (THW) in Übach-Palenberg tagte.

Volkhard Dörr von der Stabsstelle Demografischer Wandel und Sozialplanung stellte das umfassende Werk vor.

Auch wenn die neue amtliche Pflegestatistik erst im März erwartet wird: Dennoch sei die Pflegebedarfsplanung ein Instrument, um die Angebotsstruktur im Kreis Heinsberg zu erfassen und auf Bedarf gegebenenfalls schnell zu reagieren.

Mit Blick auf die kommenden Jahre bis 2019 gebe keinen Ausbaubedarf bei vollstationären Dauerpflegeeinrichtungen. In diesem Bereich gebe es ein gutes Angebot, so Dörr, zumal auch die im Planungszeitraum ans Netz gehenden neuen Einrichtungen in Hückelhoven und Wassenberg die Gesamtzahl der Pflegeplätze erhöhen würden.

Aktuell zählt der Kreis insgesamt 2814 Pflegeplätze, der voraussichtliche Bedarf entwickelt sich von 2595 Plätzen in 2016 über 2579 in 2017 und 2562 in 2018 mit 2562 Plätzen bis 2019 auf 2606 Plätze. Darum sei ein weiterer Bedarf an vollstationären Pflegeplätzen bis 2019 nicht vorhanden.

Während die Nachtpflege schlicht nicht angeboten werde und somit in der aktuellen Planung keine Rolle spiele, Dörr aber einen Workshop zur eventuellen Bedarfsermittlung empfahl, freute er sich über die Zahlen bei der Tagespflege. „Hier haben wir einen enorm hohen Ausbaustand erreicht“, sagte er, es gebe keinen weiteren Kreis, der „in der Relation so viele Plätze vorhält“.

Eine Versorgungsquote von einem Platz auf 130 Einwohner sei im Schnitt doppelt so gut wie bei anderen Kreisen, die oft bei einem Platz auf 250 Einwohner liegen würden. Da aber von einer steigenden Nachfrage auszugehen sei, wurden im Bedarfsplan für 2018 insgesamt 25 und für 2019 gleich 51 neue Tagespflegeplätze festgeschrieben.

Bei der Kurzzeitpflege erkannte Dörr Handlungsbedarf, da müsse ausgeschrieben werden. Das begründete er damit, dass die Versorgungsquote von derzeit 0,25 Prozent ab 2017 auf 0,3 Prozent ansteige. Die benötigten zusätzlichen Plätze pendeln dabei um 30 Plätze pro Jahr bis 2019, was der Fachmann auch damit begründete, dass sich Pflegeleistungen verbessern und verschiedene Pflegeleistungen sich untereinander besser kombinieren lassen würden.

Neben der vom Ausschuss verabschiedeten Fortschreibung soll auch die systematische Bedarfsanalyse fortgeschrieben werden. So berichtete Dörr, dass im nächsten Jahr eine Quartiersanalyse unter Beteiligung der Wohlfahrtsträger erfolgen solle. Auf dieser Basis sollen die Voraussagen noch verfeinert werden.

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