Wegberg-Wildenrath - Pfeilschnelle Züge und ein tolles Programm

Pfeilschnelle Züge und ein tolles Programm

Von: Monika Baltes
Letzte Aktualisierung:
Großer Bahnhof bei Siemens -
Großer Bahnhof bei Siemens - und wie auf jedem echten Bahnsteig ein Kommen und Gehen. Foto: Baltes

Wegberg-Wildenrath. Jubel beim Tag der offenen Tür im Siemens Prüf- und Validationscenter in Wildenrath (PCW): Weltrekord! Am Sonntag entstand hier die längste Holzschienenstrecke der Welt, 2607,15 Meter lang. Die Voraussetzungen waren ideal, immerhin hatten sich zwei Bahn-Experten verbündet.

Die schwedische Marke Brio steht seit Generationen für den Klassiker Holzeisenbahn und Siemens entwickelt seit 1879 Bahnsysteme. Bisher lag der offizielle Weltrekord bei 1650,14 Metern.

Grund zur Freude gab es reichlich am „Tag rund um Mobilität und Railservice für die Zukunft”. Seit 15 Jahren ist das PWC im Gewerbegebiet Wegberg Oval ansässig. Ein Jubiläum ist nicht nur ein Grund zu feiern, sondern auch Anlass für Rück- und Ausblick. 1997 hat Siemens mit 80 Mitarbeitern angefangen, vornehmlich ehemalige Mitarbeiter der Zeche Sophia-Jacoba in Hückelhoven . Inzwischen arbeiten mehr als 900 Menschen im Wegberg-Oval, in dem neben Siemens auch zahlreiche andere Firmen Arbeitsplätze geschaffen haben. „Wir präparieren uns für die Zukunft”, betont Robert-Andre Grootings, Leiter des PCW Wildenrath, „und die Arbeitsplätze sind über viele Jahre gesichert.”

Rund 33 000 Besucher waren gekommen, um einen Blick hinter die Kulissen der einzigartigen Anlage zu werfen und ein attraktives Programm zu erleben - so viel, wie nie zuvor. Der Fahrradparkplatz war proppenvoll und die Shuttlebusse hatten unermüdlich zu tun. Heitere Stimmung bei den zahlreich angereisten Ausstellern, vorwiegend Nachbarn aus der näheren und ferneren Umgebung, die ihre Unternehmen präsentierten und gleichzeitig ein Zeichen für gute Nachbarschaft setzten.

Hellauf begeistert zeigten sich die kleinen Besucher. Für jedes Temperament gab es hier Aktivitäten: vom Gipsfiguren bemalen bis zu Kindereisenbahn und Hüpfburg.

Weg ins Getümmel

„Hier ist es so toll, ich bleibe bestimmt zwei Tage” gab Linus, fünf Jahre, atemlos zu Protokoll und war sofort wieder im Getümmel auf der Hüpfburg verschwunden.

Mobilität ist Alltag auf dem Firmengelände. Nicht nur für Züge. Jeden Freitag treffen sich interessierte Mitarbeiter frühmorgens zum Joggen. Die Gäste am Sonntag wurden durch das Activ Centrum Wegberg in Schwung gebracht, und der ortsansässige Golfclub bewegte sogar immer drei Dinge gleichzeitig: den Menschen, den Schläger und den Ball.

Die heimlichen Stars auf dem Firmengelände aber sind und bleiben die Züge - Giganten aus Eisen und Stahl, Wunderwerke der Technik.

Nostalgische Triebwagen

Ihrer Faszination kann sich offensichtlich niemand entziehen. Während die antiken nostalgischen Triebwagen geradewegs aus der guten alten Zeit auf das Testgelände gerumpelt zu sein scheinen, sehen die modernen Hochgeschwindigkeitszüge eher aus, als seien sie pfeilschnell aus der Zukunft zurückgekehrt. Entsprechend lang waren die Schlangen für die begehrten Fahrten auf den Testringen.

So mancher Eisenbahnfreund trug das Ticket als Andenken an die Fahrt wie einen kostbaren Schatz nach Hause.

„Siemens in Wegberg ist eine Erfolgsgeschichte vom ersten Tag an” resümierte Bürgermeister Reinhold Pillich neulich. Der Tag der offenen Tür reiht sich zur Freude aller Beteiligten nahtlos in diese Erfolgsgeschichte ein.
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