Pfadfinderstamm Birgden feiert sein 60-jähriges Bestehen

Von: agsb
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Ein Bild von einer der ersten Touren nach Bayern: Manfred Jansen, Erich Gerads, Franz Jansen, Michel Laumen, Dietmar Schlicher und Toni Karpfinger (v. l.) und ein bayerischer Freund (im Hintergrund) schauen ins Tal. Repro: agsb
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Eine Einheit auch nach 60 Jahren: Der einstige Pfadfinderstamm Birgden feiert sein 60-jähriges Bestehen. Foto: agsb

Waldfeucht/Gangelt. Ein diamantenes Treffen gab jetzt in Waldfeucht: Der einstige Pfadfinderstamm Birgden feierte sein 60-Jähriges. Damals kitzelte der Drang nach Abenteuer die jungen Leute. Willi Wagels aus Birgden war so ein Abenteurer, er erfuhr in der Berufsschule vom Pfadfinderwesen.

„Und ich hörte, dass in Wassenberg eine Pfadfindergruppe existierte. Ich habe mich erkundigt und war gleich Feuer und Flamme“, sagt Wagels. Er entschloss sich, in Birgden eine eigene Pfadfindergruppe zu gründen.

Seine Freunde wurden natürlich schnell neugierig. Und dass es in Birgden Pfadfinder gab, sprach sich schnell herum. So wurden Jungens aus Waldfeucht, Saeffelen, Waldenrath, Schierwaldenrath und Gillrath ebenfalls auf die Birgdener Gruppe aufmerksam. Mit dem Rad fuhren sie zum Beispiel aus Waldfeucht nach Birgden, um sich zu erkundigen.

Die Gruppe wuchs schnell auf über 20 Teilnehmer, die dann in sogenannte Sippen (kleine Gruppen) aufgeteilt wurden. Der Gemeinschaftsgeist schweißte die einzelnen Gruppen mehr und mehr zusammen. „Alle waren von Beginn an mit Leib und Seele dabei, obwohl es strenge Regeln gab“, sagt Willi Wagels. Alle waren stolz darauf, das Halstuch zu tragen, das Symbol der Pfadfinder.

Die Pfadfindergruppe war voller Tatendrang und man liebte das Leben in der Natur. So gab es viele Fahrten in die Eifel. Monschau und Nideggen lernten die Pfadfinder zum Beispiel kennen. Alle Ausflugsfahrten in die Eifel wurden mit dem vollbepackten Fahrrad unternommen.

Und unvergessen ist das gemeinsame Aufbauen der Zelte und das Ausheben von Gräben neben den Zelten. „Denn wenn es regnete, wurde unser Zeltboden nicht nass und das Wasser konnte in den Gräben ablaufen“, sagt Willi Wagels. Einen Zeltboden, wie man ihn heute kennt, gab es nicht. Die Pfadfinder lagen deshalb auf dem Boden. Wärmen konnten sie sich am Lagerfeuer – das war das A und O für die jungen Leute.

Die Pfadfinder fuhren aber nicht nur in die Eifel. Es wurden auch Fahrten mit der Bahn nach Bayern organisiert, stets hatten die Pfadfinder das Zelt im Gepäck. Die Fahrten schweißten die Gruppe so zusammen, dass die Freundschaft bis heute bestehen blieben.

Beim Treffen in Waldfeucht wurden auch durch viele Bilder Erinnerungen lebendig, und es gab unzählige Geschichten, die man sich erzählte. Nach dem Einstieg ins Berufsleben wurden die Aktivitäten in der Gruppe der Jugendlichen zurückgeschraubt – aber weiterhin blieben alle Mitglieder Pfadfinder.

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