Peter Peters gibt CDU-Vorsitz in Waldfeucht auf

Von: Petra Wolters
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Der neue Vorstand des CDU-Gemeindeverbands Waldfeucht mit seinem neuen Vorsitzenden Josef Schmitz (Mitte) soll jetzt die Geschicke der Christdemokraten lenken. Foto: Petra Wolters

Waldfeucht. Die CDU kommt in Waldfeucht nicht zur Ruhe: War Peter Peters erst im Mai vergangenen Jahres im dritten Anlauf neuer Vorsitzender des Gemeindeverbandes geworden, trat er nach gerade mal zehn Monaten bei der turnusgemäßen Neuwahl schon nicht mehr an.

Den Grund dafür erläuterte er den anwesenden 62 der insgesamt 218 Mitglieder in der Dorfhalle von Brüggelchen in seinem Tätigkeitsbericht, nachdem er zunächst in aller Form den amtierenden Bürgermeister Johannes von Helden und den gewählten Bürgermeisterkandidaten Heinz-Josef Schrammen begrüßt hatte.

Am 19. November habe der Gemeindeverbands-Vorstand vorgeschlagen, Bürgermeister Johannes von Helden als CDU-Kandidaten für die Kommunalwahl in diesem Jahr zu wählen. Diesem Vorschlag seien die Mitglieder jedoch mehrheitlich nicht nachgekommen, so Peters. Sie hatten sich seinerzeit für Heinz-Josef Schrammen entschieden. „Für den gescheiterten Vorstandsvorschlag übernehme ich persönlich die Verantwortung”, betonte er.

„Da ich nach wie vor voller Überzeugung zu dieser vom Vorstand vorgeschlagenen Personalie und zu dieser fortschrittlichen und weitsichtigen Politik stehe, werde ich heute Abend nicht mehr für den Vorsitz des CDU-Gemeindeverbandes Waldfeucht kandidieren.”

Viele persönliche Dankesworte schloss er an, an Parteifreunde, an seinen Ortsverband Haaren und an seine Familie. „Um Verständnis möchte ich diejenigen bitten, die mich bis zuletzt versucht haben, von diesem Schritt abzuhalten.” Dass er sich nicht aus der Politik zurückziehen will, machte er allerdings auch deutlich:

„Meine politische Zukunft lege ich bei der Kommunalwahl in die Hände der Wählerinnen und Wähler von meinem Heimatort Haaren. Sollten die mir das Vertrauen erneut aussprechen, wofür ich werben werde, wird man mit mir, auch parteipolitisch, wieder rechnen müssen.”

Vorausgeschickt hatte Peters dieser Stellungnahme einen Bericht über seine Aktivitäten in den vergangenen zehn Monaten. Dabei hatte er nicht mit Lob gespart für den amtierenden Bürgermeister. „Die Genehmigung der Verbundschule ist uns nicht in den Schoß gefallen”, erklärte er. Zu verdanken sei sie dem Bürgermeister, der gegen den Widerstand der Nachbarkommunen, gegen die Niederlage vor dem Verwaltungsgericht Aachen habe ankämpfen müssen.

„Er hat nie aufgegeben, auch wenn einzelne der funktionierenden Verwaltung schon aufgeben wollten, hat er nicht nachgegeben und sein ganzes Können und Wissen als Verwaltungsfachmann in die Waagschale geschmissen und somit erreicht, dass mit der Genehmigung der Schulstandort in Haaren gesichert werden konnte.”

Unter der Leitung von CDU-Kreisgeschäftsführer Matthias Biergans wählten die Mitglieder dann mit knapp 57 Prozent der Stimmen den bisherigen Schatzmeister Josef Schmitz zum Nachfolger von Peters. Er wolle für eine bürgernahe und -freundliche Politik sorgen, erklärte dieser kurz, als er die Wahl annahm.
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