Kreis Heinsberg - Peter Deckers verlässt die Kreisverwaltung

Peter Deckers verlässt die Kreisverwaltung

Von: disch
Letzte Aktualisierung:
Verlässt die Heinsberger Krei
Verlässt die Heinsberger Kreisverwaltung und wird Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen: Peter Deckers. Fotos (3): Kreis Foto: Kreis

Kreis Heinsberg. Kreisdirektor Peter Deckers wird im Herbst die Kreisverwaltung in Heinsberg verlassen: Ab 1. Oktober wird der ­Jurist als neuer Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer ­Aachen tätig sein. Dies wurde am Donnerstag bekannt gegeben.

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge”, sagte Deckers, wobei das lachende schon dominiere. Der Abschied falle ihm nach 26 Jahren in Diensten des Kreises aber nicht ganz leicht: „Das ist schon eine Zäsur.” Aber er sei nun mit 55 Jahren in ­einem Alter, „wo man noch einmal etwas Neues machen kann”.

Peter Deckers war 1997 vom Kreistag für die Dauer von acht Jahren zum Kreisdirektor (und somit zum allgemeinen Vertreter des Landrats) gewählt und 2005 wiedergewählt worden; 2004 hatte er im CDU-internen Bewerbungsverfahren um die Landratskandidatur gegen Stephan Pusch das Nachsehen gehabt. Deckers aktuelle Amtszeit als Kreisdirektor hätte ­eigentlich bis 30. September 2013 gedauert.

Die 15 Jahre als Kreisdirektor seien eine reizvolle Aufgabe gewesen, so Deckers, aber letztlich habe der Reiz, sich selbst in einer völlig neuen Aufgabe unter Beweis zu stellen, überwogen. Er sei nicht auf der Suche nach einer neuen Stelle gewesen, sondern sei vielmehr aus der Handwerkskammer heraus gefragt worden, ob er sich auf die ausgeschriebene Stelle als Hauptgeschäftsführer bewerben wolle. Nach gründlichem Bedenken habe er schließlich zugesagt, sich beworben und nun die Zusage erhalten. Finanziell verbessere er sich zwar, aber dies sei nicht die Hauptmotivation für seinen Wechsel, so Deckers. Auch zukünftig wolle er in Heinsberg-Oberbruch wohnen. Und er werde dem Kreis Heinsberg auch in seiner neuen Funktion verbunden bleiben. Der Verbleib in der angestammten Region sei ihm wichtig; eine solche Aufgabe in einem anderen Kammerbezirk wahrzunehmen, „hätte ich nicht in Erwägung gezogen”. Auf seine neue Aufgabe für das Handwerk freue er sich: „Ich bin sehr gespannt.” Aber er werde auch mit voller Kraft bis zum letzten Tag für den Kreis Heinsberg arbeiten.

„Ich kann gut verstehen, dass er noch einmal eine neue berufliche Herausforderung sucht”, kommentierte Landrat Stephan Pusch die Entwicklung. So etwas komme nicht immer genau mit dem Ende einer Amtszeit aus. „Ich freue mich für ihn persönlich”, so Pusch, auch wenn der Weggang von Deckers mit seiner großen Erfahrung und seinen vielen Kontakten „für uns einen Verlust in der Verwaltungsspitze” bedeute. Überlegungen, wie die Führung der Kreisverwaltung zukünftig aussehen solle, seien bereits angestellt worden. Er sei mit Fraktionsvorsitzenden im Gespräch. Geplant sei - auch aus Einspargründen - eine „Verschlankung”. So solle es zukünftig keine Kreisdirektorenstelle mehr geben. Allgemeine Vertreterin des Landrats solle Dezernentin Liesel Machat werden. Sie sei sehr erfahren, habe sich in ihrem Sozialdezernat sehr bewährt und kenne sich im Haus sehr gut aus. Zudem habe sie gute Kontakte zu den politischen Parteien; wobei sie selbst parteilos sei. Gedacht sei daran, die Dezernate in der Kreisverwaltung neu zu ordnen. „Die Politik ist nicht abgeneigt”, so Puschs Eindruck aus den bisherigen Reaktionen auf seine Überlegungen.

Liesel Machat erklärte am Donnerstag auf Anfrage: „Ich stehe für diese Aufgabe zur Verfügung. Abzuwarten bleibt die politische Entscheidung des Kreistages.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert