Kreis Heinsberg - Peter Caspary zeigt gefühlte Landschaften

Peter Caspary zeigt gefühlte Landschaften

Von: defi
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In Unterbruch: Der Künstler Peter Caspary ist mit seiner Ausstellung „terra momentum“ beim Kunstverein Region Heinsberg zu Gast. Foto: defi

Kreis Heinsberg. „Eigentlich bin ich ja Zeichner“, sagt Peter Caspary mit Blick auf seine Gemälde: „terra momentum“ – so hat der Künstler Caspary, der „eigentlich“ ein Zeichner ist, diesmal aber nur Gemälde zeigt, seine Ausstellung beim Kunstverein Region Heinsberg genannt.

Auf dem Horster Hof in Unterbruch, dem Domizil des Kunstvereins, ist die Erde (lateinisch: terra) in diesem Moment (lateinisch: momentum) recht friedlich – ein Sonntagmorgen, Ausstellungseröffnung und anschließend Sommerfest des Kunstvereins im Innenhof des historischen Bauernhofs. Peter Caspary hat auf dem Weg zum Horster Hof die Landschaft wahrgenommen wie jeder andere Besucher auch. Das abgeerntete Weizenfeld, auf dem jetzt die Besucherautos parken, dürfte ihn vielleicht interessiert haben. Denn vor ein paar Tagen, als der Weizen noch auf dem Feld stand, sah dieses Fleckchen Erde noch anders aus.

Peter Caspary bildet Landschaften nicht ab, in seinen Acrylbildern zeigt der Meisterschüler von Professor Rolf Sackenheim (Kunstakademie Düsseldorf) nicht die Autos, keine Bäume, weder Haus noch Mensch, sondern Peter Caspary zeigt „gefühlte Landschaften“. Was ihn besonders interessiert, sind die Veränderungen, die eine Landschaft prägen. Anschaulich wird dies bei seinen Dünenbildern. Ein Triptychon dieser Dünenbilder hängt beim Kunstverein, und da findet man deutlich den Zeichner Caspary. Wie er da ein Stück Düne, sich ständig verwandelnd durch Wind und Wasser, darstellt mit ein wenig Farbe und ein paar Strichen, das ist schon mehr wert, als nur einen Moment zu verweilen.

Caspary verzichtet auf den erhobenen Zeigefinger, der Eingriff des Menschen in die Natur und die oft verhängnisvollen Folgen nimmt er wahr, urteilt aber nicht. Die Alpen, die einmal ein Meer waren, finden sich in seinen Bildern und sind an den Bergspitzen gut zu erkennen, während andere Landschaftsteile eher zu erfühlen sind. Auf die Frage, ob er denn gerne so in 100 oder 500 Jahren noch einmal diese Alpenkette malen möchte, antwortet Caspary mit einem Lächeln und der Einsicht: „Alles ist vergänglich“.

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