„Perspektive 50 plus”: Langzeitarbeitslose erhalten neue Chance

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Die Kooperationspartner bei der Maßnahme „Perspektive 50 plus” sind VHS, Jobcenter und Nell-Breuning-Haus.

Kreis Heinsberg. Menschen im Alter von über 50 Jahren, die zum Teil viele Jahre arbeitslos waren, sollen eine neue Chance erhalten. Das in Herzogenrath ­ansässige Nell-Breuning-Haus, die Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg und das Jobcenter des Kreises Heinsberg haben im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive 50 plus” eine Maßnahme entwickelt, die zunächst 30 Langzeitarbeitslosen die Rückkehr in Lohn und Brot ebnen soll.

Vier Monate lang werden die Männer und Frauen im NDZW-Gebäude in Heinsberg an der Westpromenade sich das nötige Rüstzeug erarbeiten. Jobcoach Jo Heinrichs unterstützt sie dabei vor Ort. Er ist der Koordinator, der beispielsweise die Dozenten für Bewerbungstraining, EDV-Schulung und Kommunikationsunterricht einteilt. Er sorgt aber auch dafür, dass Berater ins Haus kommen.

So werden Ernährungs- und Schuldnerberatung ins Trainingsprogramm integriert. Auch sportliche Angebote wie Rückenschule oder Nordic Walking und Entspannungsübungen stehen auf dem Stundenplan. Selbstständige Stellensuche wird trainiert, es gibt aber auch viele Tipps und Hilfestellungen bei persönlichen Problemen. Jeden Einzelnen mit seiner Biografie, seinem Potenzial und dem sozialen Umfeld wahrzunehmen und die Jobsuche darauf auszurichten, ist das erklärte Ziel.

Passend vermitteln

Unterstützt wird Jo Heinrichs von Jobcoach Erich Schäfers. Schäfers ist dank seiner langjährigen ­eigenen selbstständigen Arbeit und hervorragenden Kontakte zu Unternehmen in der Region prädestiniert, die Arbeitssuchenden individuell zu vermitteln. „Mein Ziel ist es, die Leute so passend zu vermitteln, dass eine langfristige Beschäftigung daraus entsteht”, so Schäfers. Damit setzt er das Konzept, das die beiden Projektleiter Rainer Rißmayer (Nell-Breuning-Haus) und Ingo Rümke (VHS) ausgearbeitet haben, praktisch um.

Offiziell startete die Maßnahme im April. Nach den ersten Wochen informierten sich nun Leo Jansen, Geschäftsführer des Herzogenrather Bildungshauses, VHS-Leiter Franz Josef Dahlmanns und Jobcenter-Chef Helmut Nobis vor Ort über den gelungenen Anfang. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer melden jetzt schon zurück, dass sie sich sehr gut betreut und angenommen fühlen”, berichtete Jörg Grübener vom Jobcenter.

Er führte in der Startphase intensive Einzelgespräche und testete auch, ob die konzeptionelle Theorie sich auch bei den Teilnehmern verwirklichen lässt. Auf eine konkrete Vermittlungsquote wollen die Projektleiter sich noch nicht festlegen. „Zu Beginn steht im Vordergrund, die Menschen zu motivieren, ihnen zu vermitteln, dass sie sehr wohl leistungsfähig sind und auch gebracht werden”, erläuterte Jo Heinrichs den Ansatz.

In der Städteregion Aachen, wo das Nell-Breuning-Haus schon mehrfach ähnliche Maßnahmen realisiert hat, sind die Erfahrungen jedenfalls positiv. Auf eine weit über 40-prozentige Erfolgsquote kann man dort verweisen. Daher sind die Verantwortlichen auch im Kreis Heinsberg optimistisch.

In vier Monaten weiß man mehr. Dann wird auch entschieden, ob bis 2015 weitere Maßnahmen unter dem Titel „Perspektive 50 plus” folgen werden. So lange nämlich läuft das Bundesprogramm, aus dem dies finanziert wird.
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