Waldfeucht-Haaren - „Ozapft is”: Bei Fassanstich segelt Zapfhahn auf den Boden

„Ozapft is”: Bei Fassanstich segelt Zapfhahn auf den Boden

Von: agsb
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Und dann zischte es nur noch b
Und dann zischte es nur noch beim Fassanstich, das Weizenbier spritzte nach dem Superschlag von Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen nur so hinaus. Dder Zapfhahn segelte unter Gelächter zu Boden. Foto: agsb

Waldfeucht-Haaren. Kaum auszudenken, was 2014 los sein wird! Dann feiert das Haarener Oktoberfest sein 50-jähriges Bestehen.

Von Jahr zu Jahr scheint dieses größte Oktoberfest im weiten Umkreis populärer zu werden, die Autokennzeichen auf den in und um Haaren geparkten Pkw deuten darauf hin.

Um 21.09 Uhr am Freitagabend hatte Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen beim Fassanstich zum richtigen Schlag ausgeholt und gab nach dem ersten Schluck aus der Maß offiziell den Startschuss: „Ozapft is” rief Stammen ins Mikrofon.

Zuvor hatte er allerdings beim ersten Schlag für Heiterkeit gesorgt, denn der Zapfhahn segelte zu Boden und es spritzte gewaltig aus dem Fass. Aber dieses kleine Dilemma wurde schnell durch Fachkräfte behoben. Zuvor zog traditionell das Trommler- und Pfeiferkorps sowie Musikverein spielend durch das Riesenzelt, eröffnete den kurzen Festakt mit Fassanstich.

Dr. Gotthard Kirchner, Vorsitzender des Haarener Festausschusses (Karnevalsverein, Schützen, Musikverein) begrüßte nach den Eröffnungsklängen die Ehrengäste aus Wirtschaft, Sport und Politik. Über 200 Ehrengäste feierten mit und drückten dieser Eröffnung ihren Stempel auf.

Den größten Applaus erhielt Hans Naber, Waldfeuchts Altbürgermeister und mittlerweile Publikumsliebling. Der 92-Jährige ist in Unterbrechung seit 47 Jahren dabei und fiebert dem 50. Fest regelrecht entgegen.

Das Erfolgsrezept des Haarener Oktoberfestes sieht Mitgründer August Kirchner vielleicht in den humanen Preisen. „Hier stimmt das Preisleistungsverhältnis”, so Kirchner. Die Haarener Maß (0,5 Liter) kostet beispielsweise drei Euro. „Die Rheinländer hier lieben die bayerische Gemütlichkeit und dies passt bestens zusammen”, lachte Kirschner. „Vor 47 Jahren wurde ich zum Präsidenten des Karnevalsvereins gewählt. Um auch die Kasse der übrigen Ortsvereine auszubessern, haben wir uns zusammengesetzt und nach Ideen gesucht”, blickte Kirchner zurück.

Mit einem Braumeister weilte der Haarener damals in Nürnberg und fasste nach einem Besuch des dortigen Oktoberfestes mit ihm und dessen Frau Anneliese den Entschluss: „Das ist das Fest, das wir in Haaren aufbauen.”

Auf der Heimfahrt wurden schon Pläne geschmiedet. Ein überörtliches Fest sollte es werden. Gleich im ersten Jahr wurde überregional Werbung gemacht, und von Jahr zu Jahr wuchs das Oktoberfest. Mittlerweile wurde das XXX-L-Zelt erneut vergrößert, um Engpässe und Gefahrenstellen zu vermeiden.

Stimmung mit dem ersten Ton

Der Schwabenlandexpress Good Life eröffnete die erste Stimmungsnacht mit „Aus Böhmen kommt die Musik”, und da staunten selbst die Musiker und die bereits vorhandene Partystimmung. Das Zelt war bereits zu früher Stunde proppenvoll. Im gewaltigen Festzelt kam von Beginn an echte Wies´n-Stimmung auf. Das Zelt bebte zum ersten Male am Abend. Viele Gäste und auch unter den Ehrengästen präsentierten ihre Lederhosen, viele Frauen und junge Damen ihr schickes Dirndl.

Und was wäre ein Oktoberfest ohne Brezel, Hähnchen, Haxen oder Weißwurst? Im XXX-L-Zelt lockte das XXX-L-Gourmet-Angebot mit der Riesenpfanne.

Aber nicht nur im Festzelt gab es dieses Angebot. Auf der Gourmet-Meile auf dem Rummelplatz war das Angebot riesengroß, auch die Fahrgeschäfte luden regelrecht zum Kirmesvergnügen ein. Drinnen und draußen spielte sich das „Bär” ab - der Auftakt in Haaren war erneut vom Feinsten und versprach weitere heiße Tage.
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