Orchester reagiert auf kleinsten Fingerzeig

Von: Utz Schäzle
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Das Musikcorps Braunsrath gestaltete musikalisch die Messe in der katholischen Kirche St.Clemens. Foto: Utz Schäzle
MCB
Bei der Generalversammlung des Musikcorps Braunsrath wurden Thimo Sturmann (für 30 Jahre) und Christina Laurs (für 10 Jahre) vom Vorsitzenden Helmut Laurs (r.) und seinem Stellvertreter Michael Claßen-Houben (l.) geehrt. Foto: MCB

Waldfeucht-Braunsrath. Gefühlvolle und ebenso feierliche Blasmusikklänge erfüllten die Pfarrkirche St. Clemens in Braunsrath. Anlass hierfür war eine Messe, die zum Gedenken an die lebenden und verstorbenen Mitglieder des Musikcorps gehalten wurde.

Gleichzeitig war es aber auch eine Vorbereitungsmesse für die Kommunionskinder aus Bocket, Obspringen, Haaren, Waldfeucht und Braunsrath. Unter der Leitung von Dirigent Steven Walker bot das symphonische Blasorchester den Zuhörern in dem voll besetzten Kirchenraum einen Ausschnitt aus ihrem umfangreichen und recht anspruchsvollen Repertoire.

Gleichsam ein Bündel stilistisch gegensätzlicher Instrumentalmusik gestalteten sechs Kompositionen das Programm. Eingeleitet durch die Filmmusik „Indecent Proposal“ folgte dann das wohlklingende „Allerseelen“ von Richard Strauss. Die Umsetzung dieses klassischen Werkes bewältigte das Musikcorps Braunsrath bravourös und überzeugte die Zuhörer von der hohen Qualität des Blasorchesters.

Beim ergreifend schönen „O Magnum Mysterium“ arrangiert in einer imponierenden Fassung für Blasmusik zeigten die Musikerinnen und Musiker, dass sie auch leise und langsame Kompositionen einfühlsam und dynamisch ausgereift und bis zum sehr schwer zu spielenden „al niente“ perfekt spielen können. Ein ums andere Mal folgten sie dem Dirigat von Steven Walker, setzten dessen Vorstellung für Tempi und Lautstärke auf den kleinsten Fingerzeig hin um. Sie harmonierten nicht nur miteinander, sondern darüber hinaus auch mit der Besonderheit des „Konzertsaales“.

Die eingängigen Melodien von Eric Whitacres Stück „October“ strahlen eine besondere Ruhe und Sentimentalität aus. Das Musikcorps Braunsrath verstand es hervorragend diese Stimmung in wunderschöne Klänge umzusetzen. Dies gelang ebenso bei der Filmmusik „The Sheltering Sky“ die den Himmel über der Wüste vertont und dessen Farben sich im Laufe des Tages ändern, vermischen und auflösen. Sanfte Harmonien und dichte Rhythmen vermittelten ein Gefühl von verschleierter Weite.

Zum Abschluss dann das indianische „Shenandoah“, in dem das symphonisch geschulte Blasorchester seine ganze klangliche Farbenpracht und weit gefächerte Dynamik einsetzen konnte. Zur turnusmäßigen Hauptversammlung trafen sich dann im Anschluss an die Messe die aktiven und Passiven Mitglieder des Musikcorps im Pfarrheim.

Der Vorsitzende Helmut Laurs und der Dirigent Steven Walker äußerten sich positiv über die musikalische Entwicklung des Orchesters, und über den recht guten Probenbesuch. Potenzial nach oben gebe es natürlich immer noch. Mit der nötigen Motivation, Disziplin und auch Kameradschaft sei dies auf jeden Fall zu schaffen, gaben sich beide zuversichtlich.

Ein gutes Jahr liegt hinter dem MCB. Man traf sich insgesamt 81 Mal, darunter zu 46 Proben und alleine in Braunsrath hatte das Orchester 23 Auftritte.

Laurs wiedergewählt

Die anstehenden Wahlen brachten einige Veränderungen in der Zusammensetzung der Vorstandschaft. Helmut Laurs wurde wieder zum Vorsitzenden gewählt. Instrumentenwart Ralf Küppers wurde in seinem Amt als Instrumentenwart bestätigt. Neu gewählt als erster Schriftführer wurde Klemens Küppers und zweiter Kassierer ist nun Malte Küppers.

Für 30 Jahre Mitgliedschaft im MCB wurde Thimo Sturmann geehrt, und für 10 Jahre Christina Laurs.

Das Musikgremium stellte außerdem sein Konzept für das Jahreskonzert im Oktober vor. Da soll es für das MCB als auch für die Zuhörer viel Neues geben.

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