„Oos Platt” soll die Mundart fördern

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Kreis Heinsberg. Mit Erscheinen der Winterausgabe des Mundart-Heftes „Oos Platt” ereilte die Mitglieder vom Mundart-Arbeitskreis der Volkskundlichen Arbeitsgemeinschaft im Kreis Heinsberg die traurige Nachricht, dass das langjährige Redaktionsmitglied und Mitglied Josef Laumen aus Waldenrath gestorben ist.

Laumen gehörte zu den treibenden Kräften auch von „Oos Platt”, weil ihm der Erhalt der heimischen Mundart, die er selbst so gerne und pointiert sprach, eine Herzensangelegenheit war. Umso größer war bei den Redaktionsmitgliedern Karl Bertrams, Johannes Bürger, Leo Gillessen und Klaus Mülstroh die Trauer über den menschlich wie fachlich großen Verlust.

„Stöckskes, Anektötsches on Jedichte”

Das Bruchtor in Gangelt ist auf der Nr.60 des Mundartheftes das erste farbige Titelmotiv, aufgenommen von Ulrich Hollwitz, der wie immer auch für die optische Gestaltung des Heftes zuständig ist.

Die vom Mundart-Arbeitskreis herausgegebene Schrift bringt in vielfältiger Art „Stöckskes, Anektötsches on Jedichte” im heimischen Platt. Natürlich ist die dunkle Jahreszeit beherrschendes Thema. Da heißen die Kapitel „Allerhellije” oder „Silvestero´evend”. Da wird augenzwinkernd die Geschichte von „D´ messv´rstoange Diät” erzählt oder von „Die Reß noa Kölle”. Dann heißt wieder „Opa vertält Stöckskes” oder „Plott konn man neet verlie´re”.

Im Inhaltsverzeichnis fällt auf, dass hinter immer mehr Autorennamen ein Kreuz zu finden ist, das anzeigt, dass der Autor bereits verstorben ist. Umso wichtiger für „Oos Platt” und den Erhalt der heimischen Mundart ist es, dass sich schreibfreudige Mundartsprecher als Autoren an dem Heft beteiligen. Daher freut sich die Redaktion über geeignete Mundartbeiträge für kommende Ausgaben. Einsendungen sollten erfolgen an Karl Bertrams, Schwalmweg 32, 41844 Wegberg.

Die Mundartzeitschrift ist ab kommender Woche zum Preis von zwei Euro im örtlichen Buchhandel sowie im Bürger-Service-Center des Kreishauses in Heinsberg erhältlich.
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