„Oos Platt“: Die Mundart soll lebendig erhalten werden

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Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme der Postkutsche in Millich ziert diesmal das Titelblatt von „Oos Platt“.

Kreis Heinsberg. Eine alte Postkarte mit einem Bild der Postkutsche in Millich entführt schon beim Betrachten des neuen Heftes von „Oos Platt“ in die Vergangenheit. Aber auch viele der in dem Mundartheft der Volkskundlichen Arbeitsgemeinschaft im Kreis Heinsberg enthaltenen „Stöckskes, Anektötsches on Jedichte“ entführen den Leser häufig in frühere Zeiten.

Auf 36 Seiten bietet die Ausgabe Nummer 64 von „Oos Platt“ Lese- und Vorlesestoff für lange Winterabende.

Dass es inzwischen jährlich nur noch eine Ausgabe von „Oos Platt“ gibt, hat mehrere Gründe, wie im Geleitwort zu lesen ist: Die Zahl der Autoren, denen das Plattdeutsche dieser Region geläufig ist, wird von Jahr zu Jahr geringer, die Zahl der Textzuschriften nimmt ab.

So freut sich die Redaktion um Karl Bertrams, Anneliese von den Driesch, Magda Hausmann und Klaus Mülstroh über Beiträge. Leser und Interessenten werden ausdrücklich gebeten, ihre Beiträge dem Mundart-Arbeitskreis der Volkskundlichen Arbeitsgemeinschaft zur Verfügung zu stellen. „Auf diese Weise erhalten wir die Mundart lebendig“, ist sich die Redaktion sicher. Einsendungen nimmt Karl Bertrams (Schwalmweg 32, 41844 Wegberg) entgegen.

Im neuen Heft von „Oos Platt“ überrascht einmal mehr die Themenvielfalt. Das Eingangsgedicht von Theo Schläger aus Lövenich mit dem Titel „Waröm noch Platt kalle?“ ist durchaus programmatisch zu verstehen. Oder wie die letzten vier Zeilen sagen: „Krije ver net ball d’r Drie, jött et Platt op ens net mi’e. On dat vöng ech eresch schaat. Kallt wi’er Platt! Ech donn dat jraat.“

Ansonsten bietet „Oos Platt“ eine Themenpalette von „Wiivervaasdeloovend“ bis zur „Maiandach“, von der „Schölltiit vrööjer“ bis zur „Viehzählung“. Darüber ­hinaus sind die Sammlungen von Sprüchen und Redensarten lesenwert. Der Humor kommt bei den vielen erzählten Begebenheiten auch nicht zu kurz. Ergänzt wird das Heft Nr. 64 wieder durch historische Bilder aus dem Kreisarchiv.

Das Heft ist zum Preis von zwei Euro im örtlichen Buchhandel sowie im Bürger-Service-Center des Kreises erhältlich.

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