Erkelenz-Katzem - Oldtimer-Rallye am Vatertag: „Chinesenzeichen” geben die Hinweise

Oldtimer-Rallye am Vatertag: „Chinesenzeichen” geben die Hinweise

Von: hewi
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Die Sonne spiegelte sich bei d
Die Sonne spiegelte sich bei der Vatertags-Oldtimerrallye der Vereinsgemeinschaft Katzen in Chrom und Lack. Von dem „Rosengarten-Automobil” aus Paris von 1934, sind nur noch zwei Exemplare bekannt. Foto: Dahmen

Erkelenz-Katzem. Am Vatertag ist Katzem mittlerweile eine feste Adresse für Oldtimer-Fans aus der gesamten Region. Denn seit 15 Jahren laden die Freiwillige Feuerwehr und de Karnevalsgesellschaft Katzeköpp zur Rallye ein. Dabei wurden nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst” alle Teilnehmer der letzten beiden Jahre angeschrieben.

120 Oldtimer-Freunde konnten mit ihren motorisierten Schätzen teilnehmen, denn mehr Platz ist nicht am und um den Bürgersaal vorhanden, wie Organisator Damian Schüller erklärte. So war die Höchstzahl der Teilnehmer schnell erreicht. „Einige haben ihre Fahrzeuge sogar noch einmal extra in der Werkstatt checken lassen”, erklärte Schüller. Denn eines wolle man ja auf keinen Fall: wegen eines technischen Schadens auf der Strecke liegenbleiben.

Und so standen die Oldtimer auf zwei und vier Rädern rund um den Bürgersaal und bis hin zum Friedhof Spalier und konnten von den Besuchern bewundert werden.

Unter den Bewunderern waren aber auch drei, auf deren fachmännische Meinung es ankam. Die KFZ-Meister Hans-Peter Schmitz, Rolf Eggerhoff und Herbert Lowis nahmen als Gutachter jedes Fahrzeug unter der Lupe und verteilten Punkte für den Zustand, die dann auch in die Gesamtwertung einflossen. Einige der Fahrzeuge befinden sich noch im Originalzustand, andere wurden restauriert oder mit neuen Ersatzteilen bestückt, die schwer zu bekommen sind.

Der Chevrolet Pickup des Heinsbergers Michael Quasten stammt aus dem Jahr 1947 und wurde nach seinem Import erst einmal komplett auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt, was man dem riesigen Fahrzeug nicht ansieht. Das älteste Gefährt im Reigen der Oldtimer war der Rosengart LR 505 von 1934, mit dem sich der Grevenbroicher Udo Pfeiffer auf den Weg machte. Bei den Zweirädern hatte Heinz-Dieter Dillmann mit seiner BMW R 47 aus dem Jahr 1927 die Nase vorn.

Gegen halb elf ging es los. Für die Zuschauer wurde es nun interessant, denn alle Fahrzeuge und ihre Besitzer wurden von Schüller persönlich vorgestellt und auf die Strecke verabschiedet. Geboten wurde eine bunte Mischung aus Fahrzeugen aus den letzten Epochen. Häufig vertreten war zum Beispiel der Porsche 911 mit verschiedenen Modellen.

Eine Rarität war der Moretti Midi-Maxi aus dem Jahr 1976, mit dem sich Georg Simon auf den Weg machte. Sein Wagen ist der einzige seiner Art, der in Deutschland für den Straßenverkehr zugelassen ist. Unter den Teilnehmern war auch Schüllers Bruder Heinz-Leo mit seinem Ford 20 M, den er in Eigenleistung komplett restauriert hatte.

Knapp 140 Kilometer hatten die Teilnehmer diesmal zurückzulegen. Dabei führte die Strecke über Linnich, Jülich, Düren und Hürtgenwald nach Vettweiß und Titz und wieder zurück nach Katzem, wo am Bürgersaal die Auswertung der Ergebnisse auf die Rallyeteilnehmer wartete.

Unterwegs orientierten sie sich mit den sogenannten „Chinesenzeichen” ihres Bordbuches, die angaben, ob es links- oder rechtsrum und wie lange es in die jeweilige Richtung geht.

Da die Motorradfahrer mit dem Bordbuch Schwierigkeiten bekämen und zu viel Zeit verlieren würden, hatten Schüller und seine Helfer zuvor entlang der Strecke auch über 100 Metallschilder aufgestellt, an denen sich die Biker orientieren konnten.

Als Streckenposten konnte der ehemalige Katzemer Karnevalsprinz Mitglieder aus befreundeten Vereinen gewinnen. Prüfungen gab es am Jülicher Kulturbahnhof zu bestehen. Dabei kam es auf Sachverstand ebenso an wie auf Geschick und Allgemeinbildung. So galt es zum Beispiel die physikalische Definition für Arbeit (Kzu kennen und das Gewicht von Kolben und Ersatzteilen zu schätzen. Rund viereinhalb Stunden hatten die Teilnehmer Zeit, um die Strecke und die Aufgaben zu absolvieren, bevor sie wieder in Katzem ankamen.

Größere Zwischenfälle wie vor zwei Jahren blieben aus. Damals war der Wagen eines Teilnehmers in Merbeck gerammt worden, während sein Besitzer in einer Eisdiele für Abkühlung seines Teams sorgte. Sein Oldtimer, den er am Straßenrand geparkt hatte, musste mit Totalschaden abgeschrieben werden.

Die Sieger in Katzem

Die punktgleichen Sieger der Vatertagsrallye sind bei den Automobilen Ole Mühlenbeck und das Team „Von Holtum-Tech”.

Bei den Motorrädern siegte Heinz-Dieter Dillmann auf seiner BMW R 47.

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