Oldtimer-Rallye am 26. August: Ältestes Fahrzeug von 1909

Von: red
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Sie sind wieder mit von der Partie bei der 16. Internationalen Grenzland-Rallye um den Großen Preis der Dekra: Detlef Dässel (r.) aus Mönchengladbach mit einem Alvis Firebird von 1934 und Dieter Ritterbecks aus Heinsberg mit einem Marcos V6 aus dem Jahr 1972. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Die Internationale Grenzland-Rallye erfreut sich in der Oldtimer-Szene weiterhin großer Beliebtheit, obwohl im vergangenen Jahr eine Pause eingelegt worden war.

Aus organisatorischen Gründen war die federführende Oldtimer-Interessengemeinschaft Grenzland vom jährlichen Turnus auf einen Zwei-Jahres-Rhythmus umgestiegen. Bei einem Pressegespräch erklärte Vorsitzender und Fahrtleiter Winfried Peters noch einmal zu den Hintergründen: „Wir haben nicht mehr so viele Helfer wie früher.” So sagte er auch mit Blick auf die am Sonntag, 26. August, bevorstehende 16. Auflage: „Das wird ein Kraftakt werden.” Sein Wunsch sei es, junge Leute zum Mitmachen motivieren zu können, um diese Veranstaltung am Leben zu erhalten.

Gleichwohl gilt: Die Resonanz unter den Oldtimer-Besitzern ist ungebrochen. So war die 2012er-Rallye, deren Termin zum Jahreswechsel bekannt gemacht wurde, bereits im Mai ausgebucht. Die Teilnehmer kommen aus dem Kreis Heinsberg und der Umgebung, aber auch aus vielen anderen Teilen Nordrhein-Westfalens. So werden Schnauferl-Besatzungen aus Dortmund, Bonn, Rösrath oder Wuppertal auf dem Erkelenzer Markt an den Start rollen. Über 120 Fahrzeuge werden auf der rund 135 Kilometer langen Strecke unterwegs sein, die durch die Kreise Heinsberg und Viersen führt und auch Mönchengladbacher Stadtgebiet berührt.

Die Teams werden nach sogenannten Chinesenzeichen und Kartenausschnitten fahren. Wertungsprüfungen sind in den Industriegebieten Baal (Hückelhoven) und Mackenstein (Viersen) sowie an „geheimen” Stellen zu absolvieren. Eine Durchfahrtkontrolle gibt es auf dem Wassenberger Roßtorplatz. Die Mittagspause wird am Heidweiher in Schwalmtal verbracht. Gefordert ist bei dieser Fahrt kein hohes Tempo (ein Schnitt von 36 km/h liegt der Planung zugrunde), sondern es geht vielmehr um zuverlässiges Ankommen und um Geschicklichkeit.

Das älteste Fahrzeug im Feld (mit Startnummer 1) ist ein Ford T aus dem Jahr 1909, der von Werner Straube aus Jüchen gefahren wird. „Erfreulicherweise ist es uns gelungen, zehn Vorkriegsfahrzeuge an den Start zu bekommen”, so Peters. Das rollende Automobilmuseum reicht bis zum Baujahr 1978.

Der Zeitungsverlag Aachen fungiert wieder als Medienpartner. So wird Regionalredakteur Dieter Schuhmachers als Moderator das Geschehen am 26. August in Erkelenz begleiten. Der Zeitungsverlag hat den Pokal für den Concours dElegance gestiftet.

Das Programm in Erkelenz sieht - nach dem gemeinsamen Frühstück aller Teilnehmer im Alten Rathaus - ab 9.30 Uhr den Start (im Minutenabstand) vor. Am Mittag soll sich dann alles um Vespas drehen. Die Motorroller starten nach den Oldtimern zu einer kleinen Ausfahrt, treffen gegen 13 Uhr wieder auf dem Markt ein und werden dort präsentiert. Ab 14.15 Uhr steht die Rallye-Zielankunft im Blickpunkt. Vor der Siegerehrung (gegen 18.30 Uhr auf der NEW/West-Bühne mit reichlich Pokalen) sind Talkrunden und Auftritte vom Boogie-Woogie-Club Tigerfeet geplant.

Schirmherr der Internationalen Grenzland-Rallye ist wieder der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen, der die ersten Fahrzeuge persönlich auf die Strecke schicken will. „Wir freuen uns, dass es wieder losgeht”, sagte Nicole Stoffels vom Stadtmarketing. Der Marktplatz mit seinem besonderen Charme sei als Start- und Zielort „unschlagbar”, so Stoffels. „Der Zuspruch zeigt ja, wie gut diese Veranstaltung angenommen wird.” Die Stadt Erkelenz unterstütze diese Rallye, die zu den Stadtmarketing-Veranstaltungen gehöre, gerne.

Gefahren wird bei dieser Oldtimer-Rallye auch in diesem Jahr wieder um den Großen Preis der Dekra. Die Verbundenheit der Dekra - 1925 in Berlin gegründet als ­Deutscher Kraftfahrzeug-Überwachungsverein - zu Automobilen und insbesondere auch speziell zu Oldtimern unterstrich Jörg Hausladen, Kfz-Prüfingenieur und Vertriebsbeauftragter. Die Dekra sei parallel zur Automobilgeschichte gewachsen. Über 350 Experten im Bereich Oldtimer würden sich gemeinsam mit den Fahrzeugbesitzern um die historischen Automobile kümmern. So verfüge die Dekra auch über eine Oldtimer-Datenbank. „Wir haben Herzblut entwickelt für dieses Thema”, erklärte Hausladen.

Als ein „Highlight” im Jahres­kalender bezeichnete Oldtimerbesitzer Detlef Dässel aus Mönchengladbach die Grenzland-Rallye, für die er diesmal einen Alvis Firebird von 1934 gemeldet hat. „Sehr viele Besucher, sehr gut organisiert, sehr nette Leute”, fasste Dässel seine Eindrücke zusammen. Und die Erkelenzer Veranstaltung finde meist bei schönem Wetter statt, „als würde der liebe Gott schützend die Hand über den Kreis halten”. Auch Marcos-V6-Pilot Dieter Ritterbecks aus Heinsberg, der 2010 zum ersten Mal dabei war, zeigte sich begeistert: „Die Veranstaltung ist super organisiert. Das ist eine runde Geschichte.”

Zur 16. Internationalen Grenzland-Rallye werden am Sonntag, 26. August, wieder viele Oldtimer in der Innenstadt von Erkelenz erwartet. Die Fahrzeuge werden in der Fußgängerzone, auf dem Parkplatz am Alten Rathaus sowie in den Parkbuchten entlang des Johannismarktes aufgestellt.

Die Halt- und Durchfahrverbote, die aus Anlass des Oldtimertreffens ausgewiesen werden, sind einzuhalten, um die Sicherheit der Teilnehmer und -besucher zu gewährleisten, erklärte die Stadt Erkelenz.

Gebührenfreie Parkmöglichkeiten bieten der Burgparkplatz (Dr.-Josef-Hahn-Platz), das Parkhaus am Kino (Aachener Straße), das Parkdeck an der Ostpromenade, der Grundschulhof am Zehnthofweg, die P & R-Anlagen am Bahnhof und die Tiefgarage an der Hermann-Josef-Gormanns-Straße. Von diesen Parkflächen aus ist der Veranstaltungsbereich bequem zu Fuß erreichbar.

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