Oldtimer-Ausfahrt sorgt für Begeisterung

Von: red
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Ein Ford T aus dem Jahr 1916: Der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen (l.). und Moderator Dieter Schuhmachers (r.) schickten mit der Startnummer 1 den ältesten Oldtimer im Feld auf die Strecke. Foto: Passage
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Im Ziel: Andreas und Chiara Kupper aus Hückelhoven waren mit einem Alvis TA14 Sport aus dem Jahr 1945 bei der Internationalen Grenzland-Ausfahrt mit von der Partie.
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Seltenes Gefährt: Bei der Präsentation von Glas-Fahrzeugen war am Sonntagmittag in Erkelenz auch dieses Goggomobil-Cabrio von ­Florian Poschen zu bewundern.
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Motorentechnik im Blickpunkt: ­Dafür sorgte an Start und Ziel auf dem Erkelenzer Markt insbesondere der Motorenspezialist Ritterbecks aus Heinsberg.

Kreis Heinsberg. Ob es daran lag, dass die vorangegangene „Rallye“ schon mehr als drei Jahre zurücklag? Jedenfalls hat die 18. Auflage der Internationalen Grenzland-Ausfahrt – veranstaltet von der Oldtimer-Interessengemeinschaft Grenzland und präsentiert von unserer Zeitung – am Sonntag bei viel Sonnenschein für große Begeisterung gesorgt und einen großen Zuschauerzuspruch erfahren.

Dies war nicht nur an Start und Ziel auf dem Markt in Erkelenz der Fall, sondern auch entlang der etwa 130 Kilometer langen Strecke. Diese führte das sehenswerte Feld der rund 100 Oldtimer quer durch den Kreis Heinsberg – samt Abstecher ins nördliche Dürener Kreisgebiet. Vielerorts säumten zahlreiche Bürger fast schon wie ein Spalier die Strecke und winkten den Schnauferl-Teams zu.

Im Gespräch mit Regionalredakteur und Moderator Dieter Schuhmachers schwärmten die Teilnehmer bei der Zielankunft von dieser Veranstaltung: Sie lobten die perfekte Organisation und die gelungene Wahl der Route durch eine schöne Landschaft (wobei insbesondere der Selfkant Pluspunkte einheimste). Und sie zeigten sich besonders angetan davon, wie viele Zuschauer diesmal dieses Oldtimer-Spektakel vom Straßenrand aus verfolgten. Da hatte sich die gute Information der Bevölkerung im Rahmen der Medienpartnerschaft mit unserer Zeitung ganz offensichtlich ausgezahlt.

Wie ein rollendes Oldtimer-­Museum wirkte die Ausfahrt: Da waren einige Automobile aus der Vorkriegszeit wie Opel 8, Ford A oder BMW 327 ebenso vertreten wie ein breites Spektrum an Nachkriegsfahrzeugen bis zu Youngtimern des Baujahres 1987. Werner Straube aus Jüchen hatte bei der Startnummer 1, die stets dem ältesten Fahrzeug im Feld gebührt, sogar noch einmal zehn Jahre draufgelegt: Statt eines gemeldeten Ford T aus dem Jahr 1926 hatte er aus seinem Fuhrpark kurzfristig eine Tin-Lizzie (eine „Blechliesel“) aus dem Jahr 1916 ausgewählt. 101 Jahre alt, doch diese Ausfahrt, die ja keine Tempojagd war, bewältigte sie mit Bravour.

Der Bogen wurde gespannt von schnuckeligen Fahrzeugen der Typen BMW Isetta (auch „Knutschkugel“ oder „Schlaglochsuchgerät“ genannt), Fiat 500 oder NSU Prinz bis zu PS-gewaltigen „Schlachtschiffen“ wie Pontiac Catalina, Ford Mustang, Chevrolet Corvette oder Mercedes 600.

Als Schirmherr freute sich der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen über eine gelungene Veranstaltung, die – so seine Hoffnung – zukünftig wieder zumindest im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfinden möge. Am Morgen hatte Jansen persönlich die Startflagge für die ­ersten Fahrzeuge geschwenkt. Am Abend gratulierte er bei der Siegerehrung den besten Teams. Über den Großen Preis der Dekra, die Auszeichnung für den Gesamtsieger, durften sich Hans-Josef Risse und Heinz Wöhrmann aus Mönchengladbach freuen: Sie waren mit einem VW Käfer Cabrio 1500 aus dem Jahr 1968 unterwegs und lagen in der Endabrechnung nach sieben Wertungsprüfungen ganz vorn.

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