Ohne Kommunikation läuft beim DRK nichts

Von: gs
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Kabelziehen und Zeltaufbau gehörten zu den umfangreichen Aufgaben der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der DRK-Landesübung auf dem Gelände des Nato-Flugplatzes in Teveren. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. Zum siebten Mal hatte der Landesverband Nordrhein vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) für eine Aus- und Fortbildung das Gelände der Bundeswehr innerhalb des Truppenübungsgeländes auf dem Nato-Stützpunkt in Geilenkirchen-Teveren als Schauplatz ausgewählt. Unterstützt vom DRK-Kreisverband Heinsberg, trainierten rund 130 Frauen und Männer an zwei Tagen den „Ernstfall“.

Die Abteilung „Technik und Sicherheit“ hatte mit dem Aufbau der notwendigen Infrastruktur begonnen. Dazu gehörten die Installation von zehn Zelten für Unterkunft und Übernachtung sowie die Sicherstellung der Stromversorgung für die Beleuchtung. Zusätzlich verwendeten die Helfer mehrere „Powermoon-Systeme“, die eine weiträumige Ausleuchtung ermöglichten. Darunter war erstmals auch ein Powermoon auf Basis moderner LED-Technik. Auch die Hygiene kam bei der Übung nicht zu kurz. In diesem Zusammenhang hat sich ein mit Benzinmotor betriebenes Gerät zur Warmwasseraufbereitung für das installierte Duschzelt bewährt.

Feldkabel immer noch wichtig

Schwerpunkt der Übung war erneut die Informations- und Kommunikationstechnik. Dabei stand unter anderem die teilweise Einbindung modernster IT- und TK-Technologien in völlig autark arbeitenden Führungsebenen im Vordergrund. Auf dem Übungsgelände standen dafür ein voll klimatisierter Container für den Führungsstab und eine mobile Fernmeldezentrale zur Verfügung. Letztere verfügte über Satellitenschüssel, Analog- und Digitalfunk und mehrere Computerarbeitsplätze. Dort wurden auch alle eingehenden Nachrichten gebündelt.

„Wenn alle öffentlichen Netze ausfallen, müssen wir dennoch die Kommunikation aufrechterhalten können“, sagte Landesbereitschaftsleiterin Marlis Cremer. Das DRK baue im Fall der Fälle ein eigenes Netz auf und verfüge über vier Rückfallebenen, unter anderem über eine Kommunikation über Kurzwelle. Trotz modernster Digitaltechnik komme dem klassischen Feldkabel immer noch eine besondere Bedeutung zu, denn es könne über eine parallele Übertragungserweiterung mit VDSL-Modem einsatztaktisch aufgewertet werden.

Auch bei der Übung auf dem Flugplatz mussten die Teilnehmer über drei Kilometer „Strippen“ ziehen. „Unsere Technik hat den höchsten Sicherheitsstandard, den es derzeit gibt“, vermeldete Marlis Cremer. Aber: „Die guten alten Strippen sind weniger anfällig gegen Störungen als moderne Technik.“ Aus diesem Grund würden zukünftig auch weiterhin viele Kilometer Kabel verlegt, um bei ­einem Ausfall von DSL die Versorgung – und damit lebenswichtige Funktionen – aufrechtzuerhalten.

Mit rund 50 Fahrzeugen waren die Teilnehmer aus 14 Kreisverbänden des DRK sowie eine Gastgruppe aus Baden-Württemberg angereist. „Wir können überall auf der Grünen Wiese aufbauen, ganz gleich wie die Witterungsbedingungen sind“, erklärte Lehrgangsleiter der für Informations- und Kommunikationstechnik, Mario Lennartz, und verwies darauf, dass ein Teil der bei der Übung agierenden DRK-Kräfte schon im Ausland internationale Erfahrung gesammelt habe. „Alles, was zum Leben gehört, müssen wir mitbringen“, so der Lehrgangsleiter weiter. Einer der Schwerpunkte war das Schaffen einer Infrastruktur, wozu der Aufbau der Zelte gehörte. Alle ineinander greifenden Komponenten seien notwendig, damit im Ernstfall überhaupt mit der Rettung und Versorgung von Verletzten begonnen werden könne.

Froh über die Verpflegung

Wie schon in den Vorjahren war die erste Einsatzeinheit des DRK-Kreisverbandes Heinsberg für die Verpflegung der Teilnehmer zuständig. Nach einigen Übungsstunden waren nicht nur die hart arbeitenden DRKler, sondern auch das 20-köpfige Ausbilderteam froh über erfrischende Getränke und ­einen Teller Spätzle mit Geschnetzeltem.

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