Ökumenischer Tag in der Realschule Gangelt

Letzte Aktualisierung:
real-gangelt-foto
Ein bunter Sarg mitten in der Leichenhalle des Gangelter Friedhofes, davor eine Urne in Form eines Fußballes:Bei einem ökumenischen Tag setzten sich Schüler der Realschule Gangelt mit dem Thema Begräbnis auseinander.

Gangelt. Ein bunter Sarg steht mitten in der Leichenhalle des Gangelter Friedhofes, davor eine Urne in Form eines Fußballes. Drumherum 28 Kinder der Realschule Gangelt mit keineswegs traurigen, aber sehr gespannten Gesichtern. In dem Sarg ist natürlich keiner drin, erfahren sie, ebenso wie in der Urne.

Den Sarg haben Jugendliche gestaltet, deren Freund verstorben ist, um zu zeigen, wie nach ihrer Vorstellung der Abschied hätte aussehen sollen - ein wenig bunter, ein wenig ungewöhnlicher als Beerdigungen im allgemeinen sind.

Viel erfahren die Schüler der drei 6. Klassen noch an diesem kalten regnerischen Vormittag über Bestattungsarten und Gräberformen von den Mitarbeitern des Gangelter Beerdigungsinstitutes Otten.

Aber natürlich gehen sie an diesem zweiten ökumenischen Tag, den die Religionslehrerinnen Margret Smeetz und Andrea Berger organisiert haben, vor allem Fragen nach, die über das Äußere des Bestattungskultes weit hinausreichen: Warum bestatten wir unsere Toten so? Woran glauben wir eigentlich als Katholiken und Protestanten? Was verbindet und was trennt uns?

So gab es neben dem Besuch auf dem Friedhof noch drei weitere Stationen für die Schülerinnen und Schüler: In der katholischen Kirche zeigte ihnen Pfarrer Hannig viele Details des Kirchenraumes. Beeindruckt zeigten sich die Kinder ebenfalls im Kloster Maria Hilf von der Arbeit der Ordensschwester Patrizia für kranke und behinderte Menschen.

Sehr informativ und fröhlich ging es in der evangelischen Kirche zu, in der Pfarrer Schoenen die Sechstklässler schon mit seiner Gitarre erwartete. „Der Himmel geht über allen auf, auf alle über, über allen auf”, klang es fröhlich durch den Raum und die Kinder wussten , dass damit nicht der Wolkenbruch vor der Tür, sondern der gute Geist gemeint war, den viele an diesem Tag in den Klassen gespürt haben.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert