Ökumenische Notfallseelsorge rund um die Uhr bereit

Von: wo
Letzte Aktualisierung:
notfall-foto
Im Heinsberger Kreishaus: Wolfgang Sybrandi (l.) und Manfred Jung (r.) übergaben den Jahresbericht der Notfallseelsorge an Landrat Stephan Pusch. Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Im Rahmen eines Gesprächs mit Landrat Stephan Pusch hat die Ökumenische Notfallseelsorge im Kreis Heinsberg der Öffentlichkeit ihren Jahresbericht für 2009 übergeben.

Thematisiert wurden dabei auch die Planungen zu den Feierlichkeiten anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Notfallseelsorge im kommenden Jahr.

Der Vorsitzendes des Kuratoriums der Notfallseelsorge, Regionaldekan Winfried Müller, wurde dabei begleitet von den beiden Koordinatoren, Pastoralreferent Wolfgang Sybrandi für die katholische Kirche und Pfarrer Manfred Jung für die evangelische Kirche, sowie von Superintendent Jens Sannig und weiteren Mitgliedern des Kuratoriums.

Auch wenn es noch kein sogenanntes Großschadensereignis gegeben habe, zeige der Bericht, wie wichtig die Arbeit der Notfallseelsorge im vergangenen Jahr gewesen sei, betonte Müller; nicht nur für direkt betroffene Menschen, sondern auch für Einsatzkräfte. Neben der Telefonseelsorge sei die Notfallseelsorge in Rahmen der Ökumene die einzige Einrichtung, die rund um die Uhr für die Menschen in der Region da sei, pflichtete ihm Sannig bei.

Pusch sprach beiden Kirchen als Trägern seinen Dank aus für die bisher geleistete Arbeit seinen Dank aus. Als Träger des Rettungsdienstes sei der Kreis in vielfältiger Weise mit der Notfallseelsorge verbunden.

„Wir sehen, dass die Kirchen in vielen Bereichen positive Arbeit für die Gesellschaft leisten”, betonte er und bedauerte zugleich, dass die Notfallseelsorge, die der Kreis derzeit mit 1000 Euro pro Jahr unterstützt, noch kein förderungsfähiger Bereich im sogenannten Rettungsetat sei. „Aber das Thema ist auf der Tagesordnung”, versprach er. Deutlich wurde im Verlauf des Gespräches, dass vor allem für die Finanzierung der Fahrtkosten und von Schulungen für die Notfallseelsorger weitere finanzielle Mittel benötigt werden.

Insgesamt 38 Mitarbeiter hat die Notfallseelsorge zurzeit, wie Jung in einem Überblick über die von ihm zusammengestellte Statistik verdeutlichte. 13 davon sind ehrenamtlich tätig. Seitdem der DRK-Bus seit dem vergangenen Jahr nicht mehr zur Verfügung stehe, müssten jetzt alle Fahrten entweder mit eigenen Fahrzeugen oder Taxis erfolgen. Mehr als 230 Stunden waren Notfallseelsorger im vergangenen Jahr im Einsatz; Betreuungen über einen längeren Zeitraum nicht mitgerechnet.

Die Zahl der Einsätze belief sich auf 108. Das waren 25 mehr als 2008 und im Vergleich zu 2006 eine Steigerung um mehr als 100 Prozent. Fast die Hälfte der Einsätze waren häusliche Todesfälle, gefolgt von Einsätzen beim Überbringen einer Todesnachricht (18), bei Suiziden (13) und Unfällen (14). Einsatzschwerpunkte waren Erkelenz (22), Heinsberg (21), Hückelhoven (17), Wassenberg (12) und Wegberg (11).

Neben einem „Tag des Dankes” für alle Mitarbeiter der Notfallseelsorge im Bereich des Bistums Aachen im September fand im November eine Fortbildung statt zum Thema „Umgang mit Menschen muslimischen Glaubens in Notfallsituationen”. Für ihr zehnjähriges Bestehen plant die Notfallseelsorge ein Fest mit Gottesdienst, Essen, Trinken und Musik, wie Jung abschließend berichtete. Eingeladen werden sollen dazu neben den Mitarbeiterin und offiziellen Gästen auch Einsatzkräfte.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert