Kreis Heinsberg - Ökoprofit: Firmen wollen Energie und Geld sparen

Ökoprofit: Firmen wollen Energie und Geld sparen

Von: mabie
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Zwischenbilanz zogen die Vertreter der am Ökoprofit-Projekt beteiligten Firmen aus dem Kreis bei Schlun Umwelt in Gangelt. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. Halbzeit ist derzeit beim Projekt Ökoprofit. Dies war der Anlass für die beteiligten Firmen, eine Zwischenbilanz zu präsentieren. Dazu trafen sich Vertreter der Firmen bei Schlun Umwelt in Gangelt-Niederbusch, um mit den Kooperationspartnern des ökologischen Projekts für integrierte Umwelttechnik - Kreis Heinsberg, Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Kreishandwerkerschaft und Kreissparkasse - sowie mit der B.A.U.M.-Consult GmbH als Koordinator erste Erfolge und Zukunftsaussichten zu erörtern.

Thema Nummer eins ist dabei das Energiesparen. Die Werkstatt für behinderte Menschen der Lebenshilfe kann so künftig beispielsweise 75 Prozent bei ihrer Kantinenbeleuchtung einsparen. Das Alten- und Pflegeheim Marienkloster in Dremmen schaffte neue Waschmaschinen an, die 40 Prozent weniger Strom und Wasser verbrauchen.

Im Alten- und Pflegeheim St. Josef im Selfkant wurden ständig laufende Kaffeemaschinen abgeschaltet oder auch die Spülmenge von Wasserspülkästen an Toiletten reduziert. Im Altenheim St.Josef in Übach werden die für die Speisen benötigten Wärmewagen später eingeschaltet; künftig sollen Bewegungsmelder im und am Haus das Licht nur dann einschalten, wenn es nötig ist.

Der Textilmaschinenhersteller Oerlikon Schlafhorst aus Übach-Palenberg wird den jetzt noch gewaltigen Wärmeverlust im Kesselhaus begrenzen, hat aber schon bei der Klimatisierung des PC-Serverraumes entscheidende Einsparungen erreicht. Beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Aachen, steht die energetische Sanierung des Finanzamtes Geilenkirchen an.

Dort werden die Heizung ausgetauscht, der Dachboden gedämmt, die Flurbeleuchtung ausgetauscht sowie die Warmwasserbereitung optimiert. Neue Fenster, Standby-Schalter für PCs und neue Kühlgeräte bringen künftig das Kinderdorf St. Josef des Caritasverbandes energetisch auf Vordermann. Im Franziskusheim Geilenkirchen wird durch Austausch von Waschmitteln oder auch die Reduzierung der Waschtemperatur schon jetzt kräftig gespart.

Dämmmaßnahmen, PC-Schalter oder auch eine neue Lichtsteuerung für Aufzüge tragen zu einem besseren ökonomischen wie auch ökologischen Ergebnis bei den Gangelter Einrichtungen Maria Hilf bei. Schlun Umwelt will künftig Sprit sparen; Fahrertraining und optimierte Maschinen sollen Verbesserungen bringen. Dämmungen und auch eine neue Bandspülmaschine unterstützen die Ökoprofit-Idee im St.-Elisabeth-Krankenhaus Geilenkirchen.

Wurstspezialitäten Esser setzt bei seiner Fertigung in Erkelenz-Lövenich auf verbesserte Mülltrennung und neue Großpfannentechnik. QVC mit seinem großen Distributionszentrum in Hückelhoven setzt auf neue Klima- und Lüftungssteuerungen, nutzt Brunnenwasser zur Außenbewässerung und will auch mit Solarenergie künftig viele tausend Euro und viele tausend Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Am Beispiel des Kreisgymnasiums Heinsberg wurde deutlich, dass neben baulichen, auch ideelle Aspekte eine große Rolle spielen. Die Schüler werden über „Ideenboxen” an der Findung neuer Einspar- und Optimierungsmöglichkeiten beteiligt. Firmen nutzen dazu auch das Intranet sowie Schulungen für ihre Mitarbeiter.

„Ich bin beeindruckt, was sie in so kurzer Zeit auf die Kette gebracht haben”, zeigte sich Michael Homeyer von B.A.U.M.-Consult als Moderator beeindruckt. In Workshops wie bei Vor-Ort-Terminen sollen die Ökoprofit-Ideen nun verfeinert werden.

Da der Kreis Heinsberg bereit ist ein weiteres Ökoprofit-Projekt zu initiieren, können sich interessierte Firmen und Einrichtungen bereits jetzt beim Kreis vormerken lassen unter 02452/136112 oder 02452/131822. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 15 Unternehmen begrenzt.
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