NRW-Koordinatorin für Bildungsarbeit lobt Eine-Welt-Laden Hückelhoven

Von: hl
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Hückelhoven. „Dass Leiden, Ungerechtigkeit, Krieg und die Zukunft mich nicht gleichgültig lassen”, heißt es in einem Lied der bekannten argentinischen Sängerin Mercedes Sosa, mit dem das Regionaltreffen des Eine-Welt-Forums Aachen im evangelischen Gemeindezentrum Hückelhoven zu Ende gegangen ist.

Gastgeber war der Eine-Welt-Laden Hückelhoven e.V., der seinerseits einige Tage später seine jährliche Mitgliederversammlung im HdB in Ratheim abhielt. Die Koordinatorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit in NRW, Dr. Mona Pursey, gab anhand von Informationsmaterial einen Überblick über die vielfältigen Aktionen, Initiativen und Unternehmungen zum Thema „Eine Welt” und lobte in diesem Zusammenhang die engagierte Arbeit des Eine-Welt-Ladens Hückelhoven.

Meinolf Schröder vom Kindermissionswerk Aachen, der selbst lange Jahre als Entwicklungshelfer gearbeitet hat und somit Theorie und Praxis des ausgesprochen weit gespannten Themas eindrucksvoll miteinander verbinden konnte, referierte über Qualität in der Projektarbeit. Dabei komme es darauf an, etwas nicht nur gut zu meinen, sondern Ideen auch gut umzusetzen, was Planung und strategisches Vorgehen erfordere. Nicht nur für Projekte im Süden, die durch Solidaritätsarbeit begleitet würden, sondern auch für die Arbeit zu Hause sei es dabei hilfreich, das Augenmerk auf Faktoren zu legen, die erwünschte Projektwirkungen befördern oder verhindern könnten.

Sorgfältiges Beobachten

So müsse gefragt werden, was in der Planungsphase beziehungsweise bei einem Projektantrag zu berücksichtigen sei, welche Rolle ständiges und sorgfältiges Beobachten spielten und die Auswertung von Projekt und abschließendem Ergebnis. Schließlich sei immer wieder zu prüfen, wie sich die Chancen auf nachhaltige Wirkungen der Projekte erhöhen ließen.

Die vorgetragenen Gedanken gaben reichlich Gelegenheit, über die eigene Arbeit nachzudenken, was auch befördert wurde durch das „Zeitfenster” von 11 bis 16 Uhr. Außer den üblichen Regularien einer Mitgliederversammlung ging es dabei vor allem um die drei Projekte in Brasilien, im halbtrockenen Norden, der im Augenblick wieder einmal von großer Trockenheit heimgesucht wird; es hat schon monatelang nicht mehr geregnet.

Der Eine-Welt-Laden ist in der glücklichen Lage, durch eigene Friedensdienstleistende und solche vom Cusanus-Gymnasium Erkelenz immer auf dem neuesten Stand der Situation vor Ort informiert zu sein. Die gute finanzielle Lage des Vereins machte es auch möglich, eine größere Summe für die Erdbebenopfer in Haiti zur Verfügung zu stellen.

Diese Unterstützung soll über das Hilfswerk Misereor laufen, weil so gewährleistet wird, dass die Hilfe auch wirklich da ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird. Auch die Arbeit des Fairen Handels mit seinen vielfältigen Aktivitäten - täglicher Verkauf von fair gehandelten Produkten, Teilnahme an Pfarrfesten, Weihnachtsmarkt und Kulturfest, Coffee-Stops - kam zur Sprache.
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