Kreis Heinsberg - Notfallseelsorger sind „das Licht der Welt”

Notfallseelsorger sind „das Licht der Welt”

Von: hewi/jdk
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Neue Mitarbeitende der Notfallseelsorge wurden in ihr Amt eingeführt. Das Bild zeigt (v.r.n.l.) Pastoralreferent Wolfgang Sybrandi, Pfarrer Manfred Jung, Synodalassessorin Susanne Bronner, Rosi Blum, Eva-Maria Friedrich, Tobias Kaspari, Angela Braun, Sabine Scheen und Regionaldekan Gottfried Maria Graaff. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Vor zehn Jahren gründeten die katholische und evangelische Kirche gemeinsam das Projekt Notfallseelsorge. Nun wurden in der Ratheimer Friedenskirche wieder neue Mitarbeitende von Regionaldekan Gottfried Maria Graaff und Synodalassessorin Susanne Bronner in ihr Amt eingeführt.

Die beiden Koordinatoren der Notfallseelsorge, Pastoralreferent Wolfgang Sybrandi auf katholischer Seite und Pfarrer Manfred Jung auf evangelischer Seite, gestalteten den Gottesdienst mit, ebenso das Querflötenduo Helena Fothen und Volkmar Laufhütte.

Regionaldekan Graaff formulierte die Aufgabe der neuen Mitarbeitenden (Pastoral- und Gemeindereferenten, Pfarrer und ehrenamtlich Wirkende) mit Worten aus dem Matthäusevangelium: „Ihr seid das Licht der Welt.” Notfallseelsorge bedeute, Licht für andere zu sein Ñ gestärkt durch Gott.

Synodalassessorin Bronner betonte, dass die Aufgabe, die vor ihnen liege, nicht einfach sei. Es erfordere viel Kraft, Menschen beizustehen, wo Sicherheiten zusammenbrechen würden. Dies bedeute auch, der Frage nach dem Warum nicht auszuweichen.

Im Kreis Heinsberg sind über 40 Notfallseelsorger im Einsatz. Sie stehen Menschen bei, die in ihrem häuslichen Bereich in Not geraten sind, zum Beispiel durch einen plötzlichen Todesfall, den Suizid eines Verwandten, ein Unglück oder ähnliches.

Darüber hinaus stehen die Seelsorger aber auch bereit, wenn Einsatzkräfte, die vor Ort mit schrecklichen Begebenheiten konfrontiert worden sind, Hilfestellung und Unterstützung benötigen. Die Notfallseelsorger bieten ihre Begleitung an, um Vertrauen, Sicherheit und Orientierung zu schaffen und in Not geratenen Menschen psychisch zu stabilisieren.

Dafür haben beide Kirchen gemeinsam eine 24-Stunden-Bereitschaft ins Leben gerufen, um „Erste Hilfe für die Seele” zu leisten. Die Hilfe geht eng einher mit der Arbeit von Feuerwehr, Notarzt und Polizei. „Entscheidend sind die ersten Stunden”, erklärte Pfarrer Jung.

Die Ausbildung besteht aus acht Modulen, bei denen es auch um schwere Aufgaben geht, wie das Überbringen einer Todesnachricht, oder um Themen wie Suizid oder plötzlicher Kindstod. Wichtig sei vor allem die Art der Kommunikation, erklärte Jung. „Zuhören ist sehr wichtig”, betonte er.

Darüber hinaus lernen die Ehrenamtler auch Rituale, die zur seelischen Beruhigung der Betroffenen führen. Neben Theorie steht auch Praxis auf dem Plan. Auf Rettungs- oder Polizeiwachen absolvieren angehende Notfallseelsorger ein Praktikum, um die Arbeit vor Ort und die Abläufe kennenzulernen.

Beim anschließenden Beisammensein wurden den frisch Beauftragten gute Wünsche mit auf den Weg gegeben, so von Günter Dudda vom Ordnungsamt des Kreises Heinsberg und von Pfarrer Volker von Eckardstein (Mitbegründer der Notfallseelsorge im Kreis Heinsberg und Ausbilder).

Die Grüße der Feuerwehren, der Rettungsdienste, der Polizei und des Technischen Hilfswerkes überbrachte stellvertretend eine Abordnung der Wehren: mit Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper, seinem Stellvertreter Gottfried Mannheims sowie dem Leiter der Heinsberger Feuerwehr, Heinz-Willi Jansen.
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