Notfallseelsorge im Kreis Heinsberg feiert zehnjähriges Bestehen

Von: hewi
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Kreis Heinsberg. „Erste Hilfe für die Seele” bietet die Notfallseelsorge im Kreis Heinsberg. 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr stehen die Seelsorger bereit, um schnell helfen zu können.

Das Angebot wird von der evangelischen und der katholischen Kirche gemeinsam getragen und betreut. Koordinatoren sind der evangelische Pfarrer Manfred Jung und auf der katholischen Seite Pastoralreferent Wolfgang Sybrandi.

Sybrandi sieht in der Mobilität der heutigen Zeit eine Ursache dafür, dass das Angebot nötig geworden sei. „Viele der Todesfälle ereignen sich auf der Straße oder weit weg von zu Hause.” Darüber hinaus entlasten die Notfallseelsorger die Einsatzkräfte vor Ort.
Alarmiert werden sie ausschließlich über die Kreisleitstelle von den Rettungsdiensten. Neben der aktiven Hilfe vor Ort engagieren sich die Notfallseelsorger auch im Rahmen des NRW-Projektes „Crash-Kurs” an den Schulen im Kreis.

Die Notfallseelsorger sind sowohl Geistliche als auch Laien, die eine spezielle Ausbildung erhalten haben. Auch Feuerwehrleute und Mitarbeiter der Rettungsdienste haben sich für die Notfallseelsorge entschieden. Derzeit absolvieren wieder zehn angehende Seelsorger aus den Kreisen Heinsberg und Düren ihre Ausbildung.

Vor zehn Jahren wurden die ersten Notfallseelsorger in der evangelischen Kirche von Erkelenz beauftragt. Und in dieser Kirche findet daher auch am Freitag, 7. Oktober, um 18 Uhr ein festlicher Jubiläumsgottesdienst mit Superintendent Jens Sannig und Weihbischof Dr. Johannes Bündgens statt. Anschließend findet im evangelischen Gemeindezentrum ein Empfang statt.

Regionaldekan Gottfried Maria Graaff spricht von einem „Glücksfall” für den Kreis. Mittlerweile gibt es in der Notfallseelsorge 40 aktive Mitarbeiter beider Konfessionen. Sie stehen den Trauernden zur Seite und sind auch da, wenn eine Todesnachricht zu überbringen ist. Von den Rettungskräften wird die Arbeit der Seelsorger sehr geschätzt.

Zur Ausrüstung gehört ein Notfallkoffer mit Gebetbuch,Kerze sowie Spielzeug und Stoffbären für Kinder. Meist braucht es eine Weile, bis das soziale und familiäre Netzwerk greift. So bestehen die meisten Einsätze daraus, den trauernden Familien in der ersten Zeit nach Überbringen der Nachricht zur Seite zu stehen.

„Wir bleiben so lange bei den Trauernden, wie es nötig ist”, erklärt Pfarrer Manfred Jung. Trotzdem sei es wichtig, bei aller Anteilnahme auch Wege zur Abgrenzung zu finden. Wenn die Seelsorger selber Hilfe bräuchten, stünden sie nicht im Regen. Neben der Hilfe untereinander werde auch eine psychologische Betreuung und Supervision angeboten, wie Jung betont.

Finanziert wird die Notfallseelsorge aus Spenden und von Sponsoren (sehr engagiert ist das Kreiswasserwerk) sowie aus Mitteln der Kirchen und des Kreises.

Wer die Notfallseelsorge mit einer Spende unterstützen möchte,kann dies mit einer Überweisung auf das Konto 10 10 18 70 16 bei der Bank für Kirche und Diakonie, (Bankleitzahl 350 601 90) mit dem Verwendungszweck „NFS HS 30-0-1520-20”.

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