Nichts zu spüren von Politikverdrossenheit

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Auf dem Weg in den Plenarsaal:
Auf dem Weg in den Plenarsaal: Teilnehmer des Jugend-Landtags mit den CDU-Abgeordneten Dr. Gerd Hachen (r.) aus Erkelenz und Bernd Krückel aus Heinsberg.

Kreis Heinsberg. In der Landeshauptstadt Düsseldorf tagte zum vierten Mal der Jugend-Landtag Nordrhein-Westfalen. 181 politikinteressierte Jugendliche im Alter zwischen 15 und 21 Jahren reisten an, um drei Tage lang auf den Abgeordnetenstühlen Platz zu nehmen.

Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg eröffnete die Veranstaltung im Plenarsaal. Die Jugend-Fraktionssitzung der CDU wurde von Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen eröffnet. Auf den Stühlen der beiden Unionsabgeordneten aus dem Kreis Heinsberg, Dr. Gerd Hachen (Erkelenz) und Bernd Krückel (Heinsberg), saßen Lea Koziolek aus Hückelhoven-Ratheim und Sascha Ohlenforst aus Gangelt-Hastenrath.

Vorbereitet und in die Themen eingewiesen wurden sie von jugendlichen Helfern, die im vergangenen Jahr selbst Teilnehmer waren. In diesem Jahr stellten „Alkoholkonsum einschränken” und „Schule zukunftsfähig machen” die Themen dar. Darüber hinaus konnten die Jugendlichen selbst Themenvorschläge in Form einer Aktuellen Viertelstunde beantragen und anschließend debattieren.

Lea Koziolek und Sascha Ohlenforst konnten an Fraktionstreffen und Ausschusssitzungen teilnehmen, die geladenen Experten anhören und zum Schluss - als Höhepunkt - in der Plenardebatte abstimmen. Das Besondere: Die Beschlüsse der Jugendlichen werden bald in den realen Ausschüssen des echten Landtags auf der Tagesordnung stehen.

Mit dabei war auch die 19-jährige Maria Wagner aus Erkelenz, die gerade ihr Abitur an der Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg bestanden hat. Sie wurde von der Grünen Abgeordneten Dr. Ruth Seidl (Wassenberg) ausgewählt und vertrat sie während der drei Tage in der Grünen Jugend-Landtagsfraktion. Dazu erklärte Ruth Seidl: „Ich bin immer wieder begeistert, mit welchem Engagement die jungen Leute hier bei der Sache sind. Von Politikverdrossenheit ist überhaupt nichts zu spüren. Dabei freut mich natürlich besonders das große Interesse von Jugendlichen aus dem Kreis Heinsberg am Jugend-Landtag, zu dem ich immer rege Nachfrage habe. Jugendliche möchten mitmischen und sich einmischen in politische Prozesse sowohl auf Landesebene als auch in den Kommunen. Dies zeigt mir auch sehr deutlich die Entwicklung bei unseren Grünen Mitgliedern vor Ort.”

Maria Wagner hat sich während der Zeit in Düsseldorf intensiv mit dem Thema „Schule zukunftsfähig machen” beschäftigt. Von der Grünen Jugend-Landtagsfraktion wurde sie zur Fachsprecherin für den Schulausschuss gewählt. Dabei liegen ihr die Berufsorientierung für Oberstufenschüler und die Gewaltprävention an Schulen besonders am Herzen: „Obwohl wir an unserer Schule verschiedene Angebote zur Berufsorientierung haben, war es für mich schwierig, nicht nur das Angebot einzelner Hochschulen kennenzulernen, sondern einen Überblick über die vielen verschiedenen Möglichkeiten nach dem Abitur zu bekommen. Hier sehe ich Verbesserungsbedarf auch an den Schulen.”

Allerdings könnten Lehrer dies nicht alleine leisten, da auch sie selbstverständlich nicht über alle verschiedenen Richtungen, die ein Abiturient einschlagen könne, umfassend informiert seien. „Auch die Gewaltprävention ist ein Thema, das nicht vernachlässigt werden darf. Schulsozialarbeiter leisten - wenn vorhanden - dabei bereits gute Arbeit, obwohl sie natürlich nicht alle Probleme lösen können. Dennoch halte ich es für wichtig, dass jede Schule die Möglichkeit hat, zumindest einen Schulsozialarbeiter einzustellen.”
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