Neues Konzept soll Tourismus auf die Sprünge helfen

Von: jwb
Letzte Aktualisierung:
8588215.jpg
Das Leitungsteam des Heinsberger Tourist-Service setzt auf ein neues Tourismuskonzept: Wolfgang Dieder, Stephan Pusch, Silke Weich und Patricia Thiel (v.l.). Foto: Johannes Bindels

Kreis Heinsberg. Der Tourismus bleibt ein gewichtiges Moment der Wirtschaftsförderung in der Region. Das zeigen die Berichtszahlen zum Tätigkeitsbericht des Heinsberger Tourist-Service (HTS) bei der Mitgliederversammlung im Begas Haus in Heinsberg.

Landrat Stephan Pusch leitete als Vorsitzender des HTS die Mitgliederversammlung, bei der neben den trockenen Zahlen auch ein Ausblick auf die geplanten Projekte und die damit verbundenen Hoffnungen auf Wachstum vermittelt wurden.

Bürgermeister Wolfgang Dieder, stellvertretender Vorsitzender des HTS, gab zuvor einen Einblick in die geschichtliche Entwicklung des Begas Hauses, das unter anderem von 1810 bis 1934 als Rathaus der Stadt Heinsberg gedient hatte und nun als „gute Stube“ und Museum der Stadt ein touristisches Highlight sei. Dass der Eingangsbereich zum Museum zukünftig auch als Info-Punkt für den HTS dienen werde, skizzierte die Geschäftsführerin des HTS, Patricia Thiel, in ihrem Tätigkeitsbericht. Sie teilte auch mit, dass mit Wirkung vom 1. August Alexandra Jentgens im Rahmen des Dualen Studiums Tourismuswirtschaft das Team des HTS verstärke. Zudem werde der HTS ab März 2015 in neuen Räumen in der Klostergasse in Heinsberg zu finden sein.

Ein Themenschwerpunkt des Tätigkeitsberichts betraf die konzeptionelle Weiterentwicklung. 20 Jahre alt sei das letzte Gutachten zum Tourismus im Kreis Heinsberg. Es wurde noch von einem Team der RWTH Aachen um Professor Werner Kreisel erstellt und war Grundlage für die Gründung des HTS, blickte Patricia Thiel zurück. Nun sei ein neues Tourismuskonzept bundesweit ausgeschrieben, dessen Ausschreibungsende mit Ablauf des Monats Oktober angegeben wurde. Mit der Auftragsvergabe werde Anfang 2015 gerechnet. Die Finanzierung sei durch eine Rückstellung in Höhe von 50.000 Euro gesichert, sagte Thiel. Wohlwissend, dass durch den Tourismus im Kreis Heinsberg alleine im vergangenen Jahr mehr als 244 Millionen Euro erwirtschaftet wurden. Der Löwenanteil davon entfällt auf den Tagestourismus mit weit mehr als acht Millionen Tagesgästen, sei die Investition in ein neues Tourismuskonzept mehr als sinnvoll. Der Markt habe sich verändert, die Nachfrage nach neuen Erlebnissen für die Touristen eine andere geworden und Partner und Mitbewerber hätten sich neu aufgestellt.

Vorhandene Daten und Erkenntnisse für einen zeitgemäßen Tourismus wie die im Masterplan Tourismus NRW, für die Innovationsregion Rheinisches Revier oder im lokalen Masterplan Selfkant würden in das Konzept miteinbezogen. Das neue Konzept solle kein Schubladenmonster werden, sondern ein Maßnahmenkatalog und eine Handlungsempfehlung für die Städte, Gemeinden und Unternehmen und deren Leistungsträger sein. Es solle ebenso die geringen personellen und finanziellen Ressourcen berücksichtigen.

Mit dem Hinweis auf die Mitwirkung des HTS an den Projekten Velo + – dabei geht es um E-Biking in der Freizeit-Region Heinsberg –, der flächendeckenden Ausstattung mit Ladestationen und der Zertifizierung des Radwegenetzes endete der Tätigkeitsbericht.

Im Finanzbericht des Schatzmeisters des HTS – Christoph Ars vertrat Hans-Josef Mertens – war zu erfahren, dass sich die Ertragslage im vergangenen Jahr insgesamt positiv entwickelt habe. Die Mitgliederzahl stieg leicht auf 160 Mitglieder an. Auch wenn das Ergebnis auf einen Verlust von nur noch 157.000 Euro sank, investierte der Kreis Heinsberg zum Ausgleich des operativen Verlustes insgesamt 213.000 Euro, wovon 56.000 Euro in zweckgebundene Rücklagen flossen, aus denen unter anderem das neue Tourismuskonzept finanziert werde.

Insgesamt sei der HTS gut positioniert und erfülle die Aufgaben der aktiven Unterstützung des Tourismus im Kreis Heinsberg. Dass die zehn kreisangehörigen Städte und Gemeinden weiterhin Mitglieder des HTS bleiben, jedoch beitragsfrei gestellt sind, sei durch eine Satzungsänderung geregelt worden. Den Gesamtbetrag für die Städte und Gemeinden übernehme weiterhin der Kreis über seinen Fehlbedarfszuschuss. Durch die Kreisumlage seien die Städte und Gemeinden jedoch letztlich wieder beteiligt, ließ Landrat Pusch die Versammlung wissen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert