Neues Bauland in Waldfeucht soll kommen

Von: Daniel Gerhards
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Raum für Familien: An der Roermonder Straße soll auf einem 1,9 Hektar großen Areal ein Neubaugebiet geschaffen werden. Damit möchte die Gemeinde junge Menschen in Waldfeucht halten. Foto: Daniel Gerhards
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Auch an der Melatenstraße könnte demnächst gebaut werden. Dort möchten Privatleute ein Baugebiet entwickeln. Foto: Daniel Gerhards

Waldfeucht. In Waldfeucht soll neues Bauland entstehen. Das wurde nun bei der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde deutlich. Zum einen soll ein 1,9 Hektar großes Neubaugebiet an der Roermonder Straße für etwa 23 Häuser entstehen.

Im Areal zwischen Melatenstraße und Kapellenstraße beziehungsweise Mühlenweid (Baugebiet „Am Melatener Sträßchen“) möchte eine private Erschließungsgemeinschaft ein Baugebiet für etwa 24 neue Häuser ausweisen lassen.

Grundsätzlich folgt die Gemeinde damit einem Vorhaben, das aus einem Antrag der CDU-Fraktion aus dem Jahr 2014 resultiert. Dabei geht es darum, in Brüggelchen, Braunsrath und Waldfeucht Platz für neue Wohnhäuser zu schaffen. „Wir haben gesehen, dass es in diesen Orten Bedarf gibt“, sagte Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen (CDU). „Im Idealfall wollen wir jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich in der Gemeinde Waldfeucht niederzulassen“, sagte Schrammen.

In Brüggelchen gebe es zum Beispiel zwar einige freie Bauplätze. Dieses Land sei allerdings in Besitz von Familien, die die Grundstücke für ihre Kinder oder Enkel behalten. Somit sei es für alle anderen abseits von Neubaugebieten schwierig, Bauland zu finden. Junge Familien wolle man jedoch im Ort halten, damit das Dorfleben vital bleibt, sagte Schrammen.

Mit diesem Prozess habe man in Braunsrath mit dem Baugebiet „Hinter der Kirche“ bereits begonnen. Die Grundstücke würden dort mit „Sozialkomponente“ veräußert. Die Auflagen seien, dass die Grundstückskäufer innerhalb von zwei Jahren mit dem Bau ihrer Häuser beginnen, innerhalb von vier Jahren fertig sein und zehn Jahre darin wohnen müssen, sagte Schrammen.

Das Neubaugebiet an der Roermonder Straße sei nun der nächste Schritt, anschließend wolle man sich um Bauland in Brüggelchen kümmern, sagte Schrammen.

An der Roermonder Straße sah die Planung zunächst vor, am Ende zweier Stichstraßen je einen Wendehammer anzulegen. Das solle nun geändert werden, damit die Grundstücke nicht zu klein werden, sagte Schrammen. Außerdem wollten die Fraktionen noch bis zur Ratssitzung am Dienstag darüber beraten, ob die Gemeinde Vorgaben zur Gestaltung der Vorgärten machen soll. Die Frage ist, ob man erlauben soll, abseits von befestigten Wegen Kies- oder Splitflächen anzulegen.

Was das geplante Baugebiet „Am Melatener Sträßchen“ angeht, gebe es zwar noch Klärungsbedarf mit der Bezirksregierung Köln, sagte Herbert Thißen, Fachbereichsleiter Bauen der Gemeinde Waldfeucht. Grundsätzlich wolle die Gemeinde aber ein Signal setzen, dass sie dieses von der privaten Erschließungsgemeinschaft beantragte Baugebiet befürworte. Dem schlossen sich die Ausschussmitglieder an.

Fraglich ist noch, ob die Bezirksregierung dem Baugebiet in vollem Umfang zustimmt. Der südöstliche Teil liege außerhalb des „Allgemeinen Siedlungsbereichs“, was zur Folge habe, dass dort prinzipiell keine Wohnbebauung möglich sei. Ein Gespräch bei einem gemeinsamen Ortstermin soll in dieser Sache Klarheit bringen.

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