Wassenberg-Myhl - Neuer Priester schon als Musikapostel in Myhl zu Gast

Neuer Priester schon als Musikapostel in Myhl zu Gast

Von: anna
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Pater Joseph Anorkwah Frimpong
Pater Joseph Anorkwah Frimpong bei seiner Nachprimz zusammen mit Pater Dr. Gerald Tanye (links) und Pfarrer Thomas Wieners. Foto: Thomas

Wassenberg-Myhl. Seine Primiz, seine erste heilige Messe als Hauptzelebrant, feiert ein neu geweihter Priester in seiner Heimat. Das tat auch der Styler Missionspriester Pater Joseph Anorkwah Frimpong in Ghana. Da er aber nach einem ersten Besuch im Jahre 2007 auch ganz enge Verbindungen nach Myhl hat, feierte er jetzt hier eine von zwei sogenannten Nachprimizien.

Für die zweite besuchte er die ghanaische Gemeinde in Düsseldorf. Die Nachprimiz in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Myhl zelebrierte er zusammen mit Pfarrer Thomas Wieners und Pater Dr. Gerald Tanye. Musikalisch wirkten Herbert Kohnen an der Trompete und der Kirchenchor unter der Leitung von Bärbel Krappen mit.

1978 wurde Pater Joseph als sechstes von sieben Kindern in Ghana geboren. Dort lernte er einen Steyler Missionspriester kennen.
Nach seinem Studium der Philosophie in Ghana kam er 2006 nach Deutschland.

Hier schloss er 2010 sein Theologiestudium ab. Am 6. August 2011 wurde er in seiner Heimat Ghana zum Priester geweiht und war danach bis zum Jahresende in Ottobeuren tätig. Für die nächsten drei Jahre wird er nun als Seelsorger in Dresden arbeiten. Im August 2007 kam er mit den sogenannten Musikaposteln von St. Augustin zum ersten Mal nach Myhl.

Die Gruppe gestaltete die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Myhler Missionswerkes. Schon zwei Mitglieder der Musikapostel haben vor Pater Joseph ihre Nachprimiz in Myhl gefeiert: Pater Ben im Juli 2009 und Pater Albert im Juli 2011.

„Geht hinaus in alle Welt und verkündet das Reich Gottes”, formulierte Pater Joseph in seiner Predigt seinen Auftrag. „Deswegen bin ich hier bei euch. Wir sind Verwandte. Wir sind eine Familie!” Auch wenn er aus Ghana komme. Er stamme aus dem Süden, und dort seien die Menschen hübscher als im Norden, aus dem der in der Pfarrei tätige, ebenfalls dunkelhäutige Pater Dr. Gerald Tanye komme, fügte er schmunzelnd hinzu.

Alle Menschen seien geliebte Kinder Gottes. „Niemand ist aus seinem Reich ausgeschlossen”, erklärte er zum Schluss seiner Predigt. Gott habe von Anfang an ein Ja zu den Menschen gesagt. „Deswegen sollen wir auch Ja zu Gott sagen. Wenn er Nein gesagt hätte, dann würden wir hier nicht zusammen sitzen.” Dies sei nicht immer leicht, „aber Gott steht uns bei, das Ja-Wort zu leben”, versicherte er.

Nach der heiligen Messe, die er in einem weißen Gewand gefeiert hatte, das ihm eine Myhler Familie geschenkt hatte, erteilte er den Primizsegen in einem weiteren Geschenk: einem grünen Gewand, das er vom Missionskreis erhalten hatte.
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