Heinsberg - Neuer Heinsberger Bürgermeister ins Amt eingeführt

Neuer Heinsberger Bürgermeister ins Amt eingeführt

Von: Rainer Herwartz
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Der neue Bürgermeister von Heinsberg, Wolfgang Dieder (links), lächelt nach der Vereidigung durch Lambert Rebig der Zukunft in der Kreisstadt entgegen. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Besucherraum im Sitzungssaal des Heinsberger Rathauses. Doch die Stühle reichten nicht aus. Nicht wenige Bürger standen dicht gedrängt im Eingangsbereich, um dem offiziellen Beginn einer neuen Ära in der Verwaltung der Stadt Heinsberg beizuwohnen.

Nach dem Josef Offergeld 22 Jahre als Stadtdirektor und Bürgermeister die Geschicke der Kreisstadt maßgeblich geprägt hatte, sprach nun Wolfgang Dieder erstmals seinen Amtseid.

Mit dem neuen Mann an der Spitze der Verwaltung und den neuen Gesichtern in den Ratsfraktionen verbindet sich für viele Politiker auch ein erhoffter Neuanfang im Umgang miteinander.

So konnte sich denn auch Lambert Rebig (SPD), der als „Alterspräsident” die Vereidigung Dieders vornahm, nicht verkneifen, ein Bunuel-Wort zu zitieren, das ihm in den letzten Jahren immer wieder eingefallen sei: „Mancher lehnt eine gute Idee deshalb ab, weil sie nicht von ihm ist.”

Zu allen loyal

Wolfgang Dieder möchte hier Zeichen setzen: „Ich vertraue auf eine gute Zusammenarbeit mit allen Stadtverordneten. Wir alle, meine sehr geehrten Damen und Herren des Rates, sind den Bürgerinnen und Bürgern der Kreisstadt Heinsberg verpflichtet, und daher biete ich Ihnen allen eine loyale und vertrauensvolle Zusammenarbeit an. Für mich wird dies selbstverständlich sein.”

Der Applaus nach der Vereidigung drückte vielleicht auch die Zuversicht des Rates und der übrigen Bürger im Sitzungssaal aus.

„Die Bürgerinnen und Bürger haben mich mit einer überzeugenden Mehrheit in das Amt des Bürgermeisters berufen und mir großes Vertrauen geschenkt. Diese breite Zustimmung hat mich emotional tief bewegt und mir großes Selbstvertrauen geschenkt”, erklärte Dieder, der sich über die Anwesenheit seines Vorgängers freute und ihm noch einmal für die geleistete Arbeit in den zurückliegenden Jahren dankte.

Es sei für ihn eine hohe Ehre, das Amt des Bürgermeisters antreten zu dürfen, und so habe er den Amtseid mit der innerlich tief verwurzelten Absicht geleistet, das Beste für die Heimatstadt zu tun.

Versprechen einhalten

„Es liegt die Aufgabe vor mir, das zu tun, was ich versprochen habe. Ich werde mich daran messen lassen; hilfsbereit und mit offenem Ohr für alle großen und kleinen Probleme, aber auch mit offenem Ohr für gute Ideen.”

Die Stadt sei von konjunkturellen, wirtschaftlichen sowie bundes- und landespolitischen Rahmenbedingungen abhängig, so Dieder, und jedem sei klar, dass diese Rahmenbedingungen nie so ideal sein würden wie gewünscht.

„Aber wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir viel erreichen. Wir sind es unserer Heimatstadt Heinsberg schuldig”, beschwor der 54-jährige Jurist den Gemeinschaftsgeist im Rat.

„Der Wirtschaftsförderung, der Ansiedlung neuer Firmen in unseren Gewerbe- und Industriegebieten zur Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze wird mein besonderes Augenmerk gelten.”

Nachdem Dieder die schon bei seinen Wahlkampfauftritten formulierten Ziele erneut bekräftigt hatte, blickte er über den Tellerrand der Kreisstadt hinaus.

„Mir liegt ebenso viel an einer guten Zusammenarbeit mit unseren Nachbarkommunen. Wir wollen ein guter, kooperativer und verständiger Partner sein...Gehen wir jetzt gemeinsam an die Arbeit.”

Bei dieser kann Dieder übrigens auf die Unterstützung von Jakob Gerards bauen. Der Leitende Stadtverwaltungsdirektor, Kämmerer und Dezernent wurde bis zur endgültigen Wahl eines Ersten Beigeordneten - nicht zuletzt auf Wunsch des neuen Bürgermeisters - zu seinem allgemeinen Stellvertreter gewählt.
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