Neue Sportart: Über das Wasser laufen

Von: Pia Wilbrand
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Die Sportart „Zorbing” wurde von Dwane van der Sluis und Andrew Akers aus Neuseeland erfunden. Deren Firma Zorb stellt die Kugeln her, daher stammt der Name. Im Wassenberger Parkbad hat man zwei solcher Kugeln angeschafft. „Aqua Zorbing” gibt es sonst nur in Berlin. Foto: Wilbrand

Wassenberg. Im 21. Jahrhundert können auch Normalsterbliche über das Wasser laufen. Möglich macht das eine neue Sportart, die im Wassenberger Parkbad angeboten wird: „Aqua Zorbing”.

„Aqua Zorbing” ist ein Ableger des Extremsports „Zorbing”. Mut braucht man schon, wenn man sich in einer doppelwandigen, mit Luft gefüllten PVC-Kugel Abhänge hinunter stürzt oder Wettrennen auf ebenen Strecken austrägt. Erfunden wurde die Sportart von Dwane van der Sluis und Andrew Akers aus Neuseeland. Deren Firma Zorb stellt die Kugeln her, daher „Zorbing”.

Mit „Aqua Zorbing” wurde das Prinzip auf das Wasser übertragen. „Wir wollten etwas mit Action, damit der Spaß an Bewegung gefördert wird”, nennt der Wassenberger Betriebsleiter René Oberhauser den Grund für die Anschaffung zweier Zorbs.

Die ersten „Gehversuche”

Und diese Idee scheint aufzugehen, denn die Besucher des Parkbads, vor allem Kinder, stehen Schlange, um selber einmal in den Kugeln über das Wasser zu laufen. Aber auch Erwachsene versuchen sich an der schwierigen Aufgabe.

„Wir waren natürlich die ersten, die das mal ausprobiert haben. Aber bei uns sah das nicht so elegant aus, wie bei den Kindern”, erinnert sich René Oberhauser an seine eigenen ersten „Gehversuche” auf dem Wasser. Es erfordert nämlich viel Koordinationsvermögen, Balance und vor allem Ausdauer, sich in den Zorbs fortzubewegen.

„Die Luft in den Kugel reicht zwar für eine halbe Stunde, aber die meisten sind nach fünf Minuten sowie schon platt.” Die Luft wird mit einem elektrischen Gebläse in die Kugel gefüllt, nachdem der Sportler durch eine Öffnung hineingestiegen ist. Das Aufblasen dauert höchstens 20 Sekunden, danach wird ein Reißverschluss zugezogen.

Der Zorb hat dann insgesamt einen Durchmesser von zwei Metern - groß genug für zwei Personen, denn die Tragfähigkeit beträgt 150 Kilogramm.

Laut Hersteller könne man sogar Fahrrad darin fahren. „Wir haben erstmal zwei Kugeln für 700 Euro bei einer tschechischen Firma gekauft, weil wir ja nicht wussten, wie das ankommen würde und wie lange die Dinger halten”, sagt Oberhauser, ist aber sehr zufrieden mit der Resonanz.

„In Holland hab ich das zum Ersten mal gesehen und gedacht, das können wir auch ausprobieren.” Soweit er weiß, gibt es „Aqua Zorbing” deutschlandweit bisher nur in Berlin.

Gina, die ihren zehnten Geburtstag feiert, und ihre Freundin Katharina haben sich auch im Zorb aufs Wasser gewagt hat. „Das war richtig gut”, berichten die Mädchen. „Aber auch ganz schön schwierig zu zweit und anstrengend.” Trotzdem stellen sie sich ein zweites Mal in die Warteschlange.

Bis Ende des Jahres kann man „Aqua Zorbing” wöchentlich jeden Freitag von 13.30 Uhr bis 17 Uhr betreiben.
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