Kreis Heinsberg - Neue Attac-Gruppe im Kreis ins Leben rufen

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Neue Attac-Gruppe im Kreis ins Leben rufen

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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v.l.: Norbert Blumenhofen und Attac-Referent Referent Stefan Stierle bei der ersten Versammlung in der Oerather Mühle. Foto: Helmut Wichlatz

Kreis Heinsberg. Themen wie das Freihandelsabkommen TTIP oder die Diskussion um Fracking zur Erdgasgewinnung tragen dazu bei, dass sich immer mehr Menschen einmischen und ihren Protest kundtun wollen. Diese Politisierung führt jedoch nicht zu einer Zunahme der Mitgliederzahlen bei den Parteien.

Vielmehr suchen die Menschen neue Formen, um sich zu engagieren und etwas zu bewegen. Vor einigen Jahren wurde im Zusammenhang mit dem Bahnhofsbau in Stuttgart der Begriff „Wutbürger“ geboren. Doch Wut ebbt ab und vergeht wieder. Zusammen mit anderen hat sich Norbert Blumenhofen zur Aufgabe gemacht, im Kreis Heinsberg eine Attac-Gruppe ins Leben zu rufen.

„In vielen Gesprächen haben wir festgestellt, dass immer mehr Menschen nach Möglichkeiten suchen, selber Einfluss zu nehmen“, erklärt er. Ausgangspunkt war ein Gespräch mit Freunden. Das Ergebnis der Gespräche war der Anlauf, auch im Kreis Heinsberg eine Attac-Gruppe zu gründen. Bei zwei Informationsveranstaltungen in der Oerather Mühle in Erkelenz versammelten sich zuerst beinahe 40 Gäste, um sich über die Risiken des Freihandelsabkommens TTIP zu informieren. Der Einladung zur zweiten Veranstaltung folgten immer noch beinahe 30 Interessierte.

Wie kann eine Gruppe wirkungsvoll agieren, ohne ein Verein zu sein? Vor einigen Jahren gab es schon eine Attac-Gruppe im Kreis, die den Fragen mit regionalem Bezug nachging. Zum Beispiel über Planungen zur „nichtkonventionellen Gasförderung“ im Kreisgebiet oder die Folgen der europäischen Finanzkrise für die Menschen und die Wirtschaft in der Region. Hinterfragt und informiert wurde auch beim Wechsel des damaligen Bundestagsabgeordneten Leo Dautzenberg als Lobbyist zum Unternehmen Evonik. „Die Bürger haben ein Anrecht auf eine unabhängige Aufarbeitung von Themen und den Hintergründen“, ist sich Blumenhofen sicher. Daher sei das Netzwerk Attac wichtig, da es „kampagnenfähig“ sei und vor Ort Stimmung machen könne.

Über die Arbeit von Attac informierten sich Interessenten in der Oerather Mühle. Die Referentin Jutta Sundermann beschrieb die Arbeit von lose organisierten Gruppen, die stetig und in Selbstorganisation Themen bearbeiten. „Think global, act local“, lautet die Devise. Neben Veranstaltungen und Broschüren nutzt Attac auch gezielt die neuen Medien, um zu informieren und sich zu organisieren. So brauchte für die zweite Veranstaltung nicht auf herkömmliche Weise geworben zu werden. Diskutiert wurden Themen wie Fracking und Gülleverklappung, aber auch die Auswirkungen von Pestiziden und genmanipulierten Saatpflanzen in der Region. „Diese Themenvielfalt hat uns gezeigt, dass ein großes und konkretes Interesse vorhanden ist“, erklärt Blumenhofen. Eine Struktur müsse nun aufgebaut werden, um vor Ort aktiv werden zu können. Nach den Sommerferien geht es offiziell los.

Treffen am 21. Juli

„Vorab werden sich diejenigen, die bereit sind, Verantwortung und Aufgaben zu übernehmen, schon am 21. Juli um 19.30 Uhr zusammensetzen, um sich vorab Gedanken über die ersten inhaltlichen und organisatorischen Fragen zu machen. Der Veranstaltungsort wird zeitnah über Facebook auf der Seite der „Attac Regionalgruppe Heinsberg“ bekannt gegeben.

Diejenigen, die sich in die auf den Veranstaltungen ausliegenden Listen eingetragen haben, werden zusätzlich per Mail über den Veranstaltungsort informiert.

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