Kreis Heinsberg - Netzwerk-Schulen setzen auf Fantasie und Fleiß

Netzwerk-Schulen setzen auf Fantasie und Fleiß

Von: anna
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Mit dem Thema Kinderarbeit befassten sich die Kinder der Nikolausschule Breberen in einer Podiumsdiskussion. Foto: Anna Petra Thomas
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Sarah Schornstein und Lucas Frohrath von der Schule der Begegnung Birgden hatten sogar herzhafte Leckereien mitgebracht, die sie mit ­„Unkräutern“ zubereitet hatten.

Kreis Heinsberg. In zwei sogenannten Kinderhörsälen in Erkelenz und Heinsberg haben im Netzwerk „Begaben wagen“ zusammengeschlossenen Grundschulen im Kreis Heinsberg auch in diesem Jahr ihre Arbeiten des zu Ende gehenden Schuljahres präsentiert.

Schon traditionell bildete beim vierten Kinderhörsaal ein Lied von Georg Wimmers den Auftakt. „Ich bin stark“ sangen Kinder, Lehrer und Eltern gemeinsam mit Harald Pelzer im großen Sitzungssaal des Heinsberger Kreishauses. Dort begrüßte Schulrat Christoph Esser die jungen Wissenschaftler und ihre Begleiter.

„Geniale Menschen beginnen große Werke, fleißige Menschen vollenden sie“, zitierte er Leonardo da Vinci (1452-1519), dessen Schaffen auch Thema eines Vortrags war. Für die Schulen im Netzwerk treffe beides zu, erklärte der Schulrat. Fantasie und Initiative seien ebenso gefragt wie Fleiß und Ausdauer. Dann richtete er den Blick von den begabten Kindern auf die Schulen selbst. „Den Schulen wünsche ich, dass sie immer begabter werden, um mit der Begabung der Kinder umzugehen“, sagte er.

Den Anfang der Präsentationen machte Sophie Heinrichs von der Heinsberger Sonnenscheinschule. In einer Powerpoint-Präsentation vermittelte sie erstaunliche Details zum Thema Krokodile, über die sogar so mancher Erwachsene staunte. Eines davon war, dass die Temperatur des Eis darüber entscheidet, ob daraus ein männliches oder ein weibliches Krokodil schlüpft.

Der sogenannten sechs Denkhüte von De Bono folgend, schlüpften die Kinder der Nikolausschule Breberen in unterschiedliche Rollen und widmeten sich in einer interessanten Diskussion der Frage, ob eine Gesellschaft ohne Kinderarbeit möglich sei. Ihr Wissen über Obst, Gemüse und Gewürze aus fernen Ländern hatten die Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Hilfarth in kleine Rätsel verpackt. Jonah Böckem, der die Gemeinschaftsgrundschule Am Burgberg in Wassenberg besucht, hatte sein Wissen über New York in eine Präsentation gegossen, ebenfalls gespickt mit interessanten Fragen an sein Publikum.

Wie vielfältig das Schaffen von Leonardo da Vinci war, hatten die Schüler der katholischen Grundschule Haaren erforscht. Sogar in seiner Kunst, in Spiegelschrift zu schreiben, hatten sie sich versucht und zudem einige seiner Konstruktionen mit einem Technik-Baukasten nachgebaut. Eine zweite Haarener Gruppe demonstrierte, wie sich mit Kunststoffrohren, sogenannten Boomwhackers, prima musizieren lässt.

Lucas Frohrath und Sarah Schornstein aus der Schule der Begegnung Birgden hatten sich mit den Vorzügen heimischer „Unkräuter“ befasst. Nicht nur einen eigenen Hustensaft hatten sie damit zubereitet, sondern sie hielten für ihre Zuhörer auch herzhafte Leckereien mit Brennnesseln und Löwenzahn bereit.

Prof. Dr. Karl-J. Kluge von der Universität Köln, mit der das Netzwerk im Kreis Heinsberg kooperiert, ließ es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, allen beteiligten Kindern ihre Urkunden persönlich zu überreichen.

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