Netzwerk „Frauen machen Business“ feiert zehnjähriges Bestehen

Von: hewi
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„Frauen machen Business“: Bei der Feier sprach Vorsitzende Renate Kirchmann-Basiry (2.v.r.) auch mit Adele Müller (l.), Gleichstellungsbeauftragte aus Übach-Palenberg, Astrid Wolters, stellvertretende Bürgermeisterin aus Erkelenz, und Heinz-Peter Körrenz von der Volksbank. Foto: hewi
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„Trommeln fürs Geschäft“: Lautstark wurden die Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Netzwerkes „Frauen machen Business“ in der Erkelenzer Volksbank von der japanischen Trommelgruppe Wadaiko ­Rosen-Strauch eröffnet. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Vor zehn Jahren am Weltfrauentag haben sich ein paar Geschäftsfrauen im Kreis Heinsberg zu einem zunächst eher lockeren Netzwerk zusammengeschlossen. Die Idee kam von der damaligen Gleichstellungsbeauftragten Susanne Knorr.

Nur ein Jahr später, 2006, folgte dann eine Messe in der Hückelhovener Aula, die erstmals die Unternehmerinnen im Kreisgebiet in den Fokus rückte. Ziel war es, sich gegenseitig zu unterstützen und von den männlichen Konkurrenten abzusetzen.

„Frauen machen anders Business“, erklärte jetzt Alexandra Gedak bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Netzwerkes in der Erkelenzer Volksbank. Gedak war damals eine der ersten Netzwerkerinnen und zwischenzeitlich auch mal Vorsitzende.

2009 ist aus der lockeren Gruppe der Verein „Frauen machen Business“ entstanden. Mittlerweile ­haben sich 40 Geschäftsfrauen – Unternehmerinnen wie Freiberuflerinnen – dem Netzwerk angeschlossen. Viele Branchen seien vertreten, auch Handwerkerinnen, betonte die Vorsitzende Renate Kirchmann-Basiry. In ihrer Ansprache vor den aktiven und ehemaligen Netzwerkerinnen ließ sie die Entwicklung des Vereins noch einmal Revue passieren. „Netzwerken bedeutet für uns mehr als die reine gegenseitige Empfehlung“, sagte sie. Vielmehr seien auch gemeinsame Aktivitäten wichtig. So gibt es – neben den monatlichen Netzwerktreffen – zum Beispiel in Kürze zum dritten Mal ein Business-Speed-Dating.

„First give – then take“ laute das Motto der Unternehmerinnen – erst geben, dann nehmen. Vielleicht sei es gerade das, was den Verein von männlich orientierten Netzwerken unterscheide, so die Vorsitzende.

Die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Erkelenz, Astrid Wolters, hob bei ihrer Rede die Bedeutung der Vernetzung hervor. „Ohne Netzwerken geht es nicht“, erklärte sie. „Man braucht den Willen und die Bereitschaft, über den Tellerrand zu schauen.“

Sie erinnerte an die ersten Frauenzünfte, deren erste Erwähnungen bis ins elfte Jahrhundert zurückreichen würden. Noch heute sei die Belastung für Frauen im Beruf größer, betonte sie und verwies auf mangelnde Kinderbetreuung. Auch die Wertschätzung der Arbeit von Frauen sei noch unterentwickelt. „Frauen verdienen oft dazu“, fasste sie die Einstellung vieler Männer zusammen. Das traditionelle Frauenbild gelte es zu überwinden. „Sie alle beweisen jeden Tag das Gegenteil“, lautete ihr selbstbewusstes Fazit. Sie übte aber auch Kritik und betonte, dass Frauen „ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen“ sollten.

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