Naturpark-Votum für das „Tor“ in Wassenberg

Von: disch
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Die Begegnungsstätte in Wassenberg an der Pontorsonallee: Dort will der Naturpark Schwalm-Nette sein südliches Naturpark-Tor in Verbindung mit der Tourist-Information der Stadt Wassenberg einrichten. Foto: Kessler

Kreis Heinsberg. Die Verbandsversammlung vom Naturpark Schwalm-Nette hat am Mittwoch – wie erwartet – eine wichtige Weichenstellung für die Einrichtung des Südlichen Naturpark-Tores in der Wassenberger Begegnungsstätte vollzogen. Bei einer Sitzung vor Ort gab es ein einstimmiges Votum für diesen Standort.

Jetzt soll ein Konzept zur Nutzung und Gestaltung erarbeitet werden. Ende dieses Jahres läuft der Mietvertrag für das Naturparkzentrum im Wildenrather List-Zentrum aus. Der Zweckverband Naturpark Schwalm-Nette wird sich dann dort verabschieden und will ab Frühjahr 2017 in der Begegnungsstätte an der Pontorsonallee über eine neue Anlaufstelle im südlichen Verbandsgebiet verfügen – in Kooperation mit der Tourist-Information der Stadt Wassenberg.

Zu den ­Kosten für das Vorhaben gab es noch keine Auskünfte. Mit Blick auf die Kosten ist bei Naturpark-Versammlungen aber wiederholt deutlich gemacht worden, dass dieses künftige Naturpark-Tor „ruhig eine Nummer kleiner“ als das Naturparkzentrum in Wildenrath ausfallen könne.

Dies sei „der erste zukunftsträchtige Schritt“, der aus dem neuen Naturparkplan resultiere, erklärte Dr. Ferdinand Schmitz, der Vorsitzende der Verbandsversammlung, nach der Abstimmung. Und Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens freute sich darüber, dass „ein Traum wahr“ werde.

Einen Vorentwurf, der schon einmal erkennen ließ, wie das Naturpark-Tor in Wassenberg aussehen könnte, präsentierten am Mittwoch Renate Pfeifer und Thomas Stickel von dem mit Ausstellungsplanung und Wissenstransfer befassten Büro Kessler & Co. aus Mülheim an der Ruhr.

Die multifunktionale Bildungs- und Begegnungsstätte könnte in ihrem zentralen großen Raum aus drei Teilen bestehen: aus einem ­Empfangs- und Informationsbereich (mit Empfangstresen und Präsentation von Informationsmaterial, aber auch mit einem PC-Infosystem), aus einem Bereich für Begegnung (mit Platz für 45 bis 100 Personen) und aus einer Dauerausstellung (mit interaktivem Tisch, Mosaikwand und Kinderstation).

Gemeinsam streben der Naturpark und die Stadt nicht nur die Schaffung der neuen Einrichtung an (Bürgermeister Winkens: „Wir schaffen das! Wir machen das!“), sondern auch ­deren Zertifizierung mit der ­„i-Marke“, die nach Kriterien des Deutschen Tourismusverbandes erfolgt. Dies ist auch das erklärte Ziel für die Naturpark-Einrichtungen in Wachtendonk (Kreis Kleve) und Brüggen (Kreis Viersen).

In der Priorisierung von Projekten aus dem Naturparkplan genießt das Südliche Naturpark-Tor wie auch die Zertifizierungen höchste Priorität. Erstellt werden soll demnächst aber auch ein Kriterienkatalog für die Schaffung sogenannter Info-Points, die neben den drei größeren Naturpark-Einrichtungen als weitere Anlauf- und Informationsstellen in der Region dienen sollen. Als wahrscheinlich gilt, dass zumindest einer dieser Info-Points im Wegberger Stadtgebiet entstehen dürfte.

Denn einerseits verliert Wegberg mit dem Auszug aus Wildenrath den Standort des Naturparkzentrums, andererseits waren im Bewerbungsverfahren um das Südliche Naturpark-Tor die Angebote von Stadt Wegberg und Pfarre St. Martin Wegberg nach Gesprächen mit der Naturpark-Geschäftsführung zurückgezogen worden. So war die Stadt Wassenberg, die zunächst sogar drei Standorte angeboten hatte, letztlich allein im Rennen. Und nach der Empfehlung von einer Arbeitsgruppe und dem Verbandsausschuss segnete die Verbandsversammlung den geplanten Umzug von Wildenrath nach Wassenberg ab.

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