Natur dient ihr als Quelle für die Kunst

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Lore Dettmar (li.) und Melanie Kentrat, die im Johanniter-Stift Erkelenz die Leitung Sozialer Dienst hat, vor dem Bild „Kiefer am See”. Foto: Kiefer am See”.

Erkelenz. Sie signiert ihre Bilder mit LD, manchmal versehen mit der Jahreszahl, in denen sie entstanden. LD steht für Lore Dettmar. Mit ihrem Namen verbanden viele Besucher der Vernissage im Johanniter-Stift Erkelenz nicht nur die Hobbykünstlerin.

Sie kennen Lore Dettmar auch als Sport- und Kunstlehrerin am ehemaligen Mädchengymnasium (heute Cornelius-Burgh-Gymnasium) oder Kursleiterin der Lohelandgymnastik, die sie 36 Jahre lang an der VHS unterrichtete.

Deshalb füllten viele Besucher das Restaurant des Hauses, so dass Melanie Kentrat, Leitung Sozialer Dienst, und ihr Team weitere Sitzgelegenheiten heranschleppen mussten. Sie alle waren gekommen, um die Bilder der Ausstellung „20 Jahre Malfreude in Aquarell, Acryl und Öl”, die noch bis zum 20. März läuft, zu sehen, um sich einen Überblick zu verschaffen, welchen künstlerischen Weg Lore Dettmar beschritten hat.

Die 84-Jährige gewährt in ihren Werken faszinierende Einblicke auf die Natur. Immer dem Gegenständlichen verpflichtet, zeugen ihre Landschaften, Bäume und Blumen vom Spiel mit Licht, Atmosphäre und Farben. Mitunter haben sie etwas Anklagendes: Dann, wenn die Natur eingeengt wird von der sie umgebenden Architektur wie bei „Tor von Mykonos”. „Hinter meinen Bildern muss für mich eine Aussage sein. Sie zeigen, was dahinter ist, und sind nicht rein dekorativ zu sehen”, sagt Lore Dettmar.

Das, was die 84-Jährige an Motiven, die sie oftmals zuvor mit der Kamera festgehalten hat, interessiert, wird von ihr „durchleuchtet”. Sie schaut, was hinter der Natur ist, die Helligkeit im Verhältnis zur Dunkelheit, die Farbübergänge und wie sich das Farbspiel gestaltet beim Übergang der Tageszeiten.

So entstehen Werke wie die „Kiefer am See”, die den Betrachter aufgrund ihrer ausstrahlenden Ruhe zum Verweilen einladen. Oder die „Toskana”, ein Spiel von waagerechten Farbflächen, die hellste Lebensfreude ausstrahlen. Ob nun die „Lesende am Fluss”, die Blumenbilder mit Kirschblüten, Hortensien und Klatschmohn oder die Flusslandschaften - Lore Dettmar bleibt immer ihrem Stil treu. „Der Trend zu verfremden und die Motive auf das Mindeste zu beschränken, ist nicht mein Weg zur Kunst”, sagt sie.
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