Nabu hofft auf das Aus für Ortsumfahrung Unterbruch

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Düsseldorf/Heinsberg. Für den Nabu ist die Sache eindeutig: Mit dem Beschluss der Landesregierung, die Ortsumfahrung Wassenberg und die L117n weiter zu verfolgen, rücke das Ende der Ortsumfahrung Unterbruch jetzt näher, sieht Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Nabu NRW, die geänderte Situation der Straßenbauplanung im Kreis Heinsberg nach Veröffentlichung der Prioritätenliste für NRW optimistisch.

Konsequent habe die Landesregierung daher diese Planung zurückgestuft und wolle die Priorität nach Abschluss der laufenden Planungsstufe entscheiden. Der Nabu fordere deshalb die zügige Umsetzung der L117n, also die Entlastung von Ratheim und die direkte Anbindung an die Autobahn. Die Ortsumfahrung Unterbruch würde damit überflüssig, meint Tumbrinck. Aus Sicht des Nabu mache es deshalb auch keinen Sinn mehr, eine solche Planung überhaupt noch weiter zu verfolgen und damit Personalkapazitäten und Finanzmittel zu binden.

Im August hatte der Landesvorsitzende des Nabu NRW bereits einen Lösungsvorschlag für die verkehrliche Situation in Wassenberg und Ratheim unterstützt und den „Appell zur zügigen Umsetzung der L117n” unterzeichnet. Offen sei, wie sich die betroffenen Kommunen und der Kreis Heinsberg nach der Veröffentlichung der Prioritätenliste und dem Erfolg ihres Appells verhielten.

Klare Signale erwartet

„Wir erwarten jetzt klare Signale aus der Kreis- und Ortspolitik, dass mit der Realisierung der Ortsumfahrungen Wassenberg und Ratheim die Ortsumfahrung Unterbruch nicht weiter verfolgt wird”, so Tumbrinck. „Wir würden schweren Herzens als Naturschutzverband die Ortsumfahrung Wassenberg akzeptieren, wenn mit dem Bau der L117n der Abschnitt Unterbruch der B221 gestrichen wird. Ökologisch ist auch diese neue Bundesstraße ein massiver Eingriff in die Landschaft der Myhler Schweiz und die vorhandenen landwirtschaftlichen Nutzflächen.”

Sollte aus dem Kreistag und den betroffenen Kommunen jetzt trotz aller Zugeständnisse von Seiten des Naturschutzes und der geänderten Prioritätensituation doch kein klares Signal in Richtung eines Verzichts auf die Ortsumfahrung Unterbruch kommen, behalte sich der Nabu ausdrücklich vor, die Ortsumfahrung Wassenberg doch noch per Klage zu Fall zu bringen.

Mit allen Mitteln

Josef Tumbrinck: „Wir werden mit allen Mitteln gegen die dort geplante Querung von Rur- und Wurmaue und den damit verbundenen massiven Eingriff in ein europäisches Schutzgebiet kämpfen.”
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