Waldfeucht - Musikverein Cäcilia Waldfeucht: Galakonzert zum Abschluss

Musikverein Cäcilia Waldfeucht: Galakonzert zum Abschluss

Von: Utz Schäzle
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Der Musikverein Cäcilia Waldfeucht nahm das Publikum im Bürgertreff mit auf eine musikalische Reise durch die Jahrzehnte seines Bestehens. Foto: Utz Schäzle

Waldfeucht. In der Programmankündigung zum Nikolaus-Konzert wurde ein besonderes, nämlich ein Galakonzert versprochen und die Gäste im voll besetzten Bürgertreff wurden nicht enttäuscht. Es war ein würdiger und gelungener Abschluss der Feierlichkeiten rund um das 125-jährige Jubiläum des Musikvereins Cäcilia Waldfeucht.

Nach den Begrüßungsworten der beiden neu gewählten Vorsitzenden Johannes Houben und Dominik Wolters galt es zunächst einmal, dem zurückgetretenen ersten Vorsitzenden Thorsten Milosch für sechs Jahre hervorragende Vorstandsarbeit ganz herzlich zu danken.

Dirigent André Seerden, der durch sein klares Dirigat bestach, forderte besonders im ersten Teil viel von seinem Orchester. Er und seine Musikerinnen und Musiker hatten sich mit der Auswahl der Stücke eine musikalisch hohe Messlatte gesetzt.

Seine Premiere als Moderator bestand Andreas Schmitz auf lockere und versierte Art.

Mit typischen Klängen der „Fanfare for the Common Man“ gelang ein fulminanter, musikalisch wirkungsvoller Auftakt. Mit Präzision, viel Dynamik und eindrücklicher Gestaltung wurde das barockähnlich klingende „Palladio“gespielt.

Dann stand die „Rhapsody in blue“ von George Gershwin auf dem Programm, ein Werk für Blasorchester mit Solo-Klavier. Als Solist konnte der Musikverein Philip Seerden, den Sohn des Dirigenten, gewinnen. Mit ihm nahm ein überaus talentierter Nachwuchskünstler am großen Konzertflügel im Bürgertreff Platz.

Mit großer Präzision und mit imponierendem Gestaltungswillen bewältigten Seerden, aber auch das Orchester die charmante Jazzkomposition. Das Publikum spendete begeistert stehende Ovationen. Eine virtuose Zugabe folgte sogleich.

Jessica Bischofs lies 125 Jahre Musikverein Cäcilia Waldfeucht in einem interessanten Vortrag, den sie eigens zum Jubiläum verfasst hat, Revue passieren. Musikalisch untermalte das Orchester die Worte mit „O Magnum Mysterium“. Bilder aus der wechselhaften und lebendigen Vereinsgeschichte wurden auf eine Leinwand projiziert.

Die Sopranistin Severine Joordens und die Mezzo-Sopranistin Maryna Lopez verwandelten mit dem „Blumenduett aus Lakmé“ den Bürgertreff in einen internationalen Konzertsaal. Das war wirklich große Oper! Da machte es auch fast keinen Unterschied, ob ein Streich- oder Blasorchester auf der Bühne saß, die Waldfeuchter waren perfekte Begleiter der Solisten.

Mit viel Leichtigkeit vermittelten die Musikerinnen und Musiker danach bei der Ouvertüre zu „Orpheus in der Unterwelt“ Romantik und Leidenschaft.

Im zweiten Teil des Konzertes führte André Seerden sein Orchester durch verschiedene Stilrichtungen der konzertanten und unterhaltenden Blasmusik. Dramaturgisch geschickt aufgebaut präsentierte sich der Musikverein Cäcilia Waldfeucht in einer ansprechenden Bühnenpräsenz und zeigte seine verschiedenartigen klanglichen Möglichkeiten.

So beim „Chariots of Fire“ (Die Stunde des Siegers), und beim Countryrock „Moondance“ oder bei „Happy Days are here again“ im modernen Sound. Frank Bischofs als perfekter Entertainer und Sänger animierte das Publikum zum Mitmachen.

Der Jazz-Song „Minnie, the Moocher“ den Cab Calloway einst berühmt gemacht hat, war ein „absoluter Reißer“. In der gefühlvollen „Ballade pour Adeline“ brillierte Philip Seerden noch einmal als Solist.

Ein Doppelquartett des Musikvereins präsentierte sich mit einer tollen Gesangsnummer, dessen Text extra zum Jubiläum geschrieben wurde: „Wir musizieren mit viel Freud noch bis heut!“ (125 Jahre Trööt). Bei dem Marsch „Berliner Luft“ konnte das Publikum begeistert im Takt mitklatschen und bei dem Samba „Brazil“ fiel es dem Zuhörer schwer, ruhig auf dem Stuhl sitzen zu bleiben.

In einem mitreißenden rockigen Medley in „Westernhagen Live“ glänzte das Orchester rhythmisch exakt sowie authentisch, und der Solist Leo Cleef mit einer tollen Gesangseinlage.

Mit der populärsten Sporthymne der Welt, also mit „You‘ll Never Walk Alone“ (was so viel bedeutet wie: Hab‘ Hoffnung, was auch immer passiert, du wirst niemals allein sein) begann das Finale, in dem Severine Joordens, Maryna Lopez, Frank Bischofs und Math Schiffelers, in einem Arrangement von André Seerden stimmgewaltig zum krönenden Abschluss des Galakonzertes sangen.

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