Musiker und Zuhörer bestens in Schwung

Von: Markus Bienwald
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Ein Konzert auf dem zum Glück sommerlichen Parkplatz der Kreismusikschule in Marienberg gab es mit der Big Band „Jazzliv(f)e“. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. Eigentlich war der Veranstaltungsort für das jüngste Konzert der Big Band „Jazzliv(f)e“ der Kreismusikschule Heinsberg ja ein Ort, der wohlbekannt ist. Wer allerdings wie immer sein Auto auf dem Parkplatz an der Schulstraße in Übach-Palenberg abstellen wollte, merkte gleich, dass hier alles etwas anders war.

So hatten fleißige Hände den Eingangsbereich außerhalb der Aula in einen Orchestergraben verwandelt, der entgegen seines Namens nach hinten aufstieg. Die aufsteigende Form hatte indes noch einen weiteren Vorteil: Denn so konnten diejenigen, die auf den hinteren Rängen der von noch fleißigeren Händen aufgestellten, vielen langen Stuhlreihen saßen, immer noch gut erkennen, wer dort musizierte.

Die außergewöhnliche Anordnung passte natürlich bestens zum sommerlichen Wetter, und das „Drumherum“ mit Grillgut und kalten Getränken machte den lauen Sommerabend fast perfekt. Denn perfekt konnte der erst werden, als Rainer Tegtmeyer das erste Mal am Abend den Taktstock schwang und die Big Band in Schwung kam.

Richtig Gas gegeben

Dabei hatten er und die Musiker allen Grund, gleich von Beginn an richtig Gas zu geben, schließlich feiert das Ensemble in diesem Jahr seit 25-jähriges Bestehen. Den passenden Auftakt lieferte dazu „Gonna Fly Now“, das mit dem Bläsersatz aus den berühmten „Rocky“-Filmen, der einfach ins Ohr ging.

Doch einfach nur mit Instrumenten auftreten, das war noch nie das Ding von „Jazzliv(f)e“: So standen mit Aradhana Grunenberg und Johanna Ansey auch zwei Sängerinnen bereit, die nicht nur seit vielen Jahren schon beispielsweise beim Neujahrskonzert – dann im Carolus-Magnus-Centrum – dabei sind.

Sie machten auch mit ihrer hervorragenden Interpretation von „Skyfall“ die vielen Gänsehaut-Momente perfekt. „Sunny“ ging es weiter, auch der „Highway to Hell“ wurde abgefahren, und bei „My Way“ zeigten die sonst bei Innenauftritten manchmal schon zu gedämpften Trompeten ihre volle Brillanz.

Ruhig ausschwingen ließen es die Musiker nicht, zumal das Publikum im Laufe des Abends immer mehr Lust auf die Open-Air-Musik bekam. So ließen sie es krachen mit „Uptown Funk“, schalteten bei „Summertime“ ein paar Gänge zurück und ließen bei „Rock around the Clock“ die Gedanken in Richtung Rock’n’Roll abschweifen.

Gebührend verabschiedet

Und so faszinierend, wie sie loslegten, so endeten die Musiker auch ihr tolles Konzert am doch eher ungewohnten Ort. Denn „Hallelujah“ mit den beiden Sängerinnen Aradhana Grunenberg und Johanna Ansey war nicht nur eine grandiose Hommage an Leonard Cohen, sondern auch ein Stück, mit dem sich die Big Band gebührend von diesem Konzertabend verabschieden konnte.

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