Musikalisches Feuerwerk im Big-Band-Stil

Von: Utz Schäzle
Letzte Aktualisierung:

Heinsberg-Porselen-Horst. Das Frühjahrskonzert des Musikvereins St. Josef Horst in der Mehrzweckhalle Porselen hat mit vier Musikstücken des Jugendorchesters Horst unter der Leitung von Kai Stoffels begonnen.

Unter anderem mit „Poker Face”, „Halleluja”, „Pop Culture” und „I gotta Feeling” stimmten die jungen Musikerinnen und Musiker das Publikum gekonnt auf das folgende Konzertprogramm ein. Mit solistisch gespielten, geklatschten und gesungenen Einlagen kam man bei den Zuhörern besonders gut an.

Beim Jugendorchester Horst sind die Fortschritte spür- und vor allen Dingen hörbar - sicher auch ein Verdienst des dynamischen Dirigenten Kai Stoffels. Sehr erfrischend, informativ und routiniert mit einer angenehmen „Radiostimme” führte Moderator Sebastian Schmitz durch den Konzertabend.

Bestens vorbereitet

Schwungvoll begann der Musikverein St. Josef Horst unter der Leitung ihres Dirigenten Ton Wilbers mit dem „Symphonic Marches” von John Williams. Schon zu Beginn rhythmisch sehr exakt und überzeugend, mit einer stets den musikalischen Erfordernissen entsprechenden Dynamik sowohl beim Forte als auch beim Piano, konnte man erahnen, dass Ton Wilbers und sein Orchester an diesem Abend „sehr gut disponiert” und bestens vorbereitet waren.

Aus Georges Bizets Oper „Carmen” erklangen „Three Episodes” sehr klassisch und mit einer hervorragenden Sopranistin Sandra Halmans. Sie gestaltete ihre beiden Soloauftritte exakt und mit einer mächtigen Tonfülle, dazu mit viel klanglicher Qualität , stimmklar, differenziert und bewusst dynamisch. Der Musikverein Horst begleitete gefühlvoll mit der erforderlichen musikalischen Distanz. Zu einem wahren Klangerlebnis gelang das Musikstück „Lord Tullamore” von Charles Wittrock.

Überzeugend im Holzsatz

Anfangs mit wuchtigen Akkorden, dann wieder mit weichen Klängen, gut abgestimmt in Melodie und Harmonie, überzeugend im Holzsatz, manchmal melancholisch, dann wieder freudig-tänzerisch-heiter , so wurde die irische Mentalität überzeugend interpretiert.

Bei „Music from Braveheart” holte Ton Wilbers alles aus seinem Orchester heraus, das dann aber auch mit Können und gutem Zusammenspiel auf ganzer Linie überzeugte.

Anspruchsvolles Orchesterwerk

Alle Musikerinnen und Musiker waren gefordert, wobei als Register vor allen Dingen das sehr gut zusammengesetzte und äußerst gut disponierte „Schlagwerkensemble” hervorzuheben ist.

Mit der Aufführung der Komposition „Danzon No. 2” von Arturo Marquez spielte der Musikverein Horst dann nochmals ein äußerst anspruchsvolles Orchesterwerk, in dem wiederum alle Register gefordert waren, aber wobei Klarinette, Oboe, Trompete und E-Piano ihre Soli mit Bravour dargeboten haben. Neue klangliche Möglichkeiten zeigten, dass nicht nur das spektakuläre sondern auch das tiefer gehende , das Stille in der musikalischen Darbietung mit einem Blasorchester möglich ist.

Bei „Against All Odds” von Phil Collins glänzten zwei Solisten, Sarah Lechner mit dem Es-Alt Saxofon und Dr. Norbert Schippers mit der Posaune. Mit einem Medley von Erfolgstiteln des Sängers Roger Cicero und mit „Spanish Fever” nahm das Orchester noch einmal kräftig „Fahrt auf”.

Im Stile einer Big Band , mit E-Bass , Gitarre und E-Piano brannte ein wahrlich musikalisches Feuerwerk ab: modern, schwungvoll und richtungsweisend. Mit „Uno, dos, tres” verabschiedete sich der Musikverein St. Josef Horst, dem es gelungen ist, mit einem superschönen Konzertabend sein Publikum restlos zu begeistern.
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