Kreis Heinsberg - Munteres Gegacker im Brachelener Kaisersaal

Munteres Gegacker im Brachelener Kaisersaal

Von: koe/red
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Auch sie gehörten zu den Ausstellern der Rassegeflügelausstellung im Kaisersaal in Brachelen: Volker Bock, ­Jochen Grunwald, das jüngste Vereinsmitglied Mats Beirowski, der Vorsitzende von „Edle Zucht“ Hückelhoven, Guido Beirowski und Leo Habitz (von links nach rechts) sowie (im Vordergrund) Finn Paulsen. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Es war ein munteres Gegacker, das den Besuchern der Jahresausstellung vom Rassegeflügelzuchtverein „Edle Zucht“ Hückelhoven im Brachelener Kaisersaal entgegenschallte. 21 Züchter und sieben Jungzüchter hatten insgesamt knapp 190 Tiere den Besucherinnen und Besuchern präsentieren können.

So waren Hühner und Zwerghühner, Wassergeflügel und Wasserziergeflügel sowie Tauben, die zuvor um die Gunst der Juroren gerungen hatten. Mit 187 Käfignummern waren die Veranstalter unter dem Meldeergebnis der Vorjahre geblieben, stellte der Vorsitzende von „Edle Zucht“, Guido Beirowski, fest.

Er war aber dennoch mit Recht stolz darauf, eine große Vielfalt an Rassegeflügel zeigen zu können. Dankesworte richtete er an die Adresse der Preisrichter, Vereinsmitglieder und Gönner sowie insbesondere an die Frauen des Vereins, die mit ihrer Cafeteria und selbst gebackenem Kuchen einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Schau geliefert hatten.

Ernst wurde es, als bei der Bewertung das Geflügel nicht nur besprochen wurde, sondern die Vorzüge und die Nachteile der Tiere konkret bewertet und die Tiere entsprechend prämiert wurden. Für die Bewertung waren vier Preisrichter des Landesverbandes Rheinischer Rassegeflügelzüchter angereist. Die Bewertungsskala reichte von befriedigend mit 90 Punkten bis vorzüglich mit 97 Zählern.

Mit der Höchstwertung, sprich 97 Punkten, wurde eine weiße Kingtaube von Stefan Schmitz belohnt, für die er die Landesverbandsmedaille, die höchste Auszeichnung, erhielt. Bei der Kingtaube handelt es um eine Haustaubenrasse, die 1890 in New Jersey (USA) gezüchtet wurde. Andreas Theißen erhielt 97 Punkte für seine Cayugaente – und damit durfte er sich über den Kreisverbandsehrenpreis freuen.

Diese Ente hat ein schwarzes, grün schimmerndes Gefieder und wurde in den 1970 über England aus den USA in Deutschland eingeführt. Weitere vorzügliche Ergebnisse erhielten ein Zwerg-Brahma Huhn von Guido Beirowski und ein Vorwerkhuhn von Peter Lüpgens, für das die beiden jeweils als Preis ein Band erhielten. Das Vorwerkhuhn saugt natürlich keinen Staub, sondern ist nach seinem Züchter, ­Oskar Vorwerk aus Hamburg, benannt.

Vereinsmeister bei den Hühnern und Zwerghühnern wurde Guido Beirowski mit 479 Punkten. Vereinsmeister bei den Tauben wurde Stefan Schmitz mit 476 Punkten.

Beirowski war jüngst in Hannover mit einer Kollektion von fünf seiner jungen Zwerg-Brahma Hühnern Deutscher Meister geworden.

Neben den Senioren hatten in Brachelen auch sieben Jugendliche ihre Tiere zur Bewertung ausgestellt. Die Jugendlandesverbandsmedaille ging an ein Zwerg-Cochin-Huhn von Mats Beirowski, das mit 96 Punkten, also hervorragend, ausgezeichnet wurde. Aber auch die anderen Jungzüchter schnitten mit sehr guten Ergebnissen im Bereich von 93 bis 95 Punkten ab.

So erhielten auch Finja Botz, Christina Szameitat, Hannes Schönges, Tom Peter Lüpges und Elisa Dongowski Ehren- oder Zuschlagpreise. Für ein Zwerg-Barnevelder-Huhn wurde Anna Lüpges mit dem Jugendkreisverbandsehrenpreis bedacht. Zwerg-Barnevelder haben ein lebhaftes Temperament und sind recht zutraulich.

Die ausstellenden Züchter kamen aus Hückelhoven, Brachelen, Selfkant, Wegberg, Übach-Palenberg, Erkelenz, Jüchen, Korschenbroich, Geilenkirchen, Baesweiler, Heinsberg, Neuss, Mönchengladbach und Schwalmtal. So waren auch befreundete Vereine wie die Geflügelliebhaber Merbeck oder der Rassegeflügelzuchtverein Selfkant und Umgebung bei „Edle Zucht“ Hückelhoven zu Gast.

Die Hobbygeflügelhalter hatten gelitten unter der Vogelgrippe, die sich europaweit im vergangenen Winter in der Massentierhaltung breit gemacht hatte. Dabei liegen in Zeiten des Umweltschutzes und den Ansprüchen an eine gesunde Ernährung die Rassegeflügelzuchtvereine eigentlich total im Trend, hieß es. Doch wie viele Vereine verzeichnen auch die Rassegeflügelzüchter einen Mitgliederrückgang. Viele Züchter geben aus Altersgründen die Zucht auf und verkaufen die Tiere. Spätestens jetzt bietet sich also die Gelegenheit für Interessenten, sich Hühner oder anderes Geflügel zuzulegen und eine Zucht weiterzuführen.

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