„Müssen dafür sorgen, dass die L364 n gebaut wird“

Von: tp
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Geilenkirchen/Hückelhoven. Auch Hückelhovens Bürgermeister Bernd Jansen (CDU) wurde von den neuen Entwicklungsmöglichkeiten für das Industriegebiet Lindern überrascht. „Grundsätzlich begrüßen wir das, denn es ist für die ganze Region gut. Auch so mancher Hückelhovener könnte dort einen Arbeitsplatz finden“, sagte Jansen am Freitag.

Regierungspräsidentin Gisela Walsken hatte am Donnerstag bei einem Besuch in Geilenkirchen überraschend angekündigt, dass die Einstufung des 240 Hektar großen Gebietes als „landesbedeutsamer Standort für flächenintensive Großvorhaben“ im neuen Landesentwicklungsplan aufgehoben würde. Damit wird eine Entwicklung des Gebietes deutlich vereinfacht.

„Jetzt müssen wir mit vereinten Kräften dafür sorgen, dass die L 364 n gebaut wird“, forderte Jansen am Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung. Walsken hatte betont, dass die Verkehrsanbindung des Gebietes nun höchste Priorität haben müsse. Für den nördlichen Abschnitt der L 364 n besteht laut Jansen bereits Baurecht. Dieser würde sich von der Anschlussstelle Hückelhoven-Ost der A46 bis zur L 117 zwischen Hückelhoven und Doveren erstrecken. „Da kann man sofort loslegen“, sagte Jansen – das wäre Aufgabe des Landes.

Für den südlichen Abschnitt, der auf Geilenkirchener Gebiet in Lindern enden würde, müsse allerdings noch Baurecht geschaffen werden. „Dieser Abschnitt ist in der obersten Kategorie des Landesstraßenbedarfsplanes eingestuft“, erklärte Josef Nießen, zuständiger Dezernent des Kreises Heinsberg. Für diese Ortsumgehung Hilfarth (Rurquerung) hat der Kreis im Jahr 2003 einen Vertrag mit dem Land Nordrhein-Westfalen geschlossen.

Nießen: „Der Kreis hat sich zu einer gedeckelten Mitfinanzierung der L 364 n Ortsumgehung Hilfarth verpflichtet.“ Der Kreis würde 1,86 Millionen Euro zuschießen, was in etwa der Summe entspricht, die durch den vor Jahrzehnten verworfenen Bau der EK 5, also der direkten Anbindung des Industriegebietes Lindern an die A46 bei Porselen gespart wurde.

Die Voraussetzungen sind also da, es wird aber eine Menge politischer Arbeit vor allem in Düsseldorf erfordern, sie auch umzusetzen. „Wenn Frau Walsken das ernst meint, muss sie jetzt Druck machen, damit die notwendige Straße gebaut wird“, sagt Jansen.

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