„Müll-Schätze“ im Familienzentrum regen die Kinder an

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Beim Projekt vom Lebenshilfe-Familienzentrum Triangel in Heinsberg-Oberbruch; Ein Müllorchester mit selbst gebastelten Instrumenten spielte auf.

Kreis Heinsberg. Kein Spielzeug im Kindergarten – das geht doch wohl gar nicht? Denkste! Im Familienzentrum Triangel der Lebenshilfe in Heinsberg-Oberbruch wurde für fünf Monate sämtliches Spielzeug, das die Kleinen regelmäßig benutzen, aus Schränken und Regalen verbannt. Stattdessen sammelten Kinder, Erzieher und Eltern Dinge, die normalerweise auf den Müll geworfen werden.

So etwa fein gesäuberte Kabel, Dosen und Schraubverschlüsse, leere Plastikflaschen, bunte Plastikstreifen, Knöpfe, Teppichreste, Verpackungen oder Papprollen – alles was zum Basteln zu gebrauchen ist. Diese „Müll-Schätze“ regten die Kinder (und die Erzieher) an, zu entdecken, zu erfinden und zu gestalten.

„Die anfänglich vorherrschenden Bedenken, nicht pädagogisch wertvoll zu arbeiten, wurden sehr schnell zerstreut. Es wurde immer im Sinne aller Bildungsbereiche gearbeitet“, erläuterte Natalie Rademacher, die das Projekt betreute. Mit wachsender Begeisterung entstanden so viele tolle Sachen wie zum Beispiel eine Kinderküche, Höhlen wurden gebaut, ein langer Zug, Puppen und Puppenhäuser.

Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Verschiedene Brettspiele wurden nachgebaut, dreidimensionale Figuren geschaffen. Ein Müllorchester mit selbst gebastelten Instrumenten spielte auf, es wurde Müllfernsehen geschaut. Schon nach kurzer Zeit wurden die „alten“ Spielsachen gar nicht mehr sonderlich vermisst, stattdessen wurden voller Elan immer wieder neue Ideen entwickelt und mit Leidenschaft umgesetzt.

Daneben lernten die Kinder spielerisch jede Menge über Müll in der Gesellschaft, über Natur und Umweltschäden und auch darüber, wie Müll vermieden werden kann. Sogar die Müllabfuhr kam extra vorbei, um zu zeigen, wie denn so ein Müllauto funktioniert.

„Die eigene Kraft und Kreativität zu entdecken und miteinander zu teilen, führte zu Wir-Gefühl und Zusammenhalt innerhalb der Gruppen. Die selbst gestalteten Spielsachen haben an Wert gewonnen. Sie wurden mit Respekt behandelt und voller Stolz präsentiert“, freute sich Natalie Rademacher über die gelungene Aktion.

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